Bosch kauft JCH Mit Milliarden auf Einkaufstour
Mit dem größten Zukauf in der Firmengeschichte will sich Technologiekonzern Bosch noch robuster aufstellen. Ein gelungener Schachzug, findet unsere Reporterin Imelda Flaig.
Mit dem größten Zukauf in der Firmengeschichte will sich Technologiekonzern Bosch noch robuster aufstellen. Ein gelungener Schachzug, findet unsere Reporterin Imelda Flaig.
Die Bosch-Manager können sich freuen, endlich haben sie mal wieder gute Nachrichten zu verkünden. Mit dem bislang größten Zukauf in der Firmengeschichte will Bosch weltweit eine Führungsposition im Geschäft mit Heizungen, Lüftungen und Klimaanlagen einnehmen. Insofern ist der Kauf ein strategischer Schachzug, der Bosch mehrere Vorteile bringen dürfte.
Bosch stellt sich damit weltweit im Geschäft mit Wärmepumpen und Klimageräten deutlich besser auf – allen voran in den USA und Asien. Zudem kann der Technologiekonzern durch die Übernahme seinen Umsatz in der Sparte auf einen Schlag auf neun Milliarden Euro fast verdoppeln und erobert damit weltweit eine Spitzenposition im Energie- und Gebäudetechnikmarkt.
Freilich, schiere Größe allein ist kein Erfolgsgarant. Doch für Bosch eröffnen sich damit neue Wachstumschancen und vor allem kann sich der Konzern damit „robuster aufstellen“, wie es Bosch-Chef Stefan Hartung formuliert hat. Will heißen: Bosch kann seine Abhängigkeit vom Autozuliefergeschäft reduzieren. Das ist angesichts der Transformation hin zur E-Mobilität etwas unter die Räder gekommen; tausende Jobs sollen abgebaut werden.
Wenn Bosch jetzt bei der Einkaufstour nicht kleckert, sondern klotzt, hat das strategische Gründe und könnte in Zukunft für Rückenwind sorgen, von dem auch die Bosch-Beschäftigten profitieren.