Angelo Salvatore will vor allem Produkte aus der Bergregion Irpinien anbieten. Foto: Werner Kuhnle
Im neuen Feinkostgeschäft „Bottega del Sud“ in Steinheim (Kreis Ludwigsburg) gibt es neben italienischen Köstlichkeiten für Zuhause auch einen Mittagstisch.
Grünkarierte Tischdecken liegen auf dunklen Holztischen, die Wände sind mit Bildern aus Italien sowie Fliesen in Weiß, Rot und Grün dekoriert, an der Decke hängen Knoblauch und Peperoni. So ein Besuch im „Bottega del Sud“ fühlt sich fast so an wie ein Kurztrip in den Süden. Angelo Salvatore hat in das ehemalige Blumenfachgeschäft in der Marktstraße 11 in Steinheim ein kleines Stück Italien geholt. Dort wird er ab dem 2. Juli italienische Spezialitäten, sowie einen Mittagstisch und Antipasti anbietet.
In der "Bottega del Sud" gibt es Lebensmittel aus der Heimat
Der 32-jährige Gastronom ist in der Gegend kein Unbekannter. Seine Eltern betreiben die Trattoria Traube in Kleinbottwar, in der er auch mitarbeitet. „Ich wollte gerne ein eigenes Geschäft eröffnen, das auch mittags geöffnet hat“, sagt Salvatore. „Außerdem ist die Auswahl für ein Mittagessen in Steinheim sehr begrenzt.“ Neben dem Mittagstisch soll es vor allem Produkte aus der Bergregion Irpinien geben, die zwischen Neapel und Bari liegt. „Der Süden Italiens ist bekannt für gute Lebensmittel. Deshalb heißt mein Geschäft auch ‚Bottega del Sud’ – also Laden des Südens.“ Ihm sei es wichtig, die Heimat seines Vaters zu unterstützen.
Er wolle die Produkte dort einkaufen und in die deutschen Haushalte bringen. „Die Menschen vor Ort leben davon. Es gibt dort hervorragenden Produkte, die hier nur wenig bekannt und schwer zu bekommen sind.“ Jedes Jahr fahren er und seine Familie nach Italien, mit den Jahren seien viele Kontakte zu Produzenten entstanden.
Angelo Salvatore in seinem neuen Laden „Bottega del Sud“. Foto: Werner Kuhnle
Die italienische Alternative zu Käsespätzle
Alle Gerichte werden nach den Rezepten der verstorbenen Oma Nonna Rosa serviert. „Ein Highlight sind für mich die selbst gemachten Nudeln, die es sowohl vor Ort als auch für Zuhause zu kaufen gibt.“
Salvatore wolle seinen Kunden die besten Preise anbieten. Bei den selbst hergestellten Nudeln seien sowohl der Preis als auch die Qualität und Frische deutlich besser als beim Großhändler. Dienstag bis Freitag können die Gäste beim Mittagstisch die italienischen Spezialitäten vor Ort kosten. Ab 17 Uhr und am Wochenende gibt es eine Antipasti-Karte. „Ich werde immer einen Parmesanlaib hier haben, für Pasta aus dem Laib.“ Die wolle er auch abends zusätzlich zur Antipasti anbieten. „Die deutschen lieben Käsespätzle, das ist eine tolle Alternative“, so Salvatore. Zusätzlich dazu bietet er eine Wurst- und Käsetheke, ausgewählte Weine, italienisches Gebäck und hausgemachte Kuchen an. Und natürlich Kaffee. „Wenn man einmal Kaffee in Neapel getrunken hat, ist man außerhalb Neapels immer enttäuscht“, sagt er. Aus diesem Grund sei er sehr pingelig bei seinem Kaffeeangebot.
Selbstgemachter Limoncello à la "Bottega del Sud"
„Sonntags habe ich vor ein Menü mit Weinbegleitung anzubieten“, so Salvatore. Die Auswahl der Gerichte soll sich saisonal verändern. Er wolle mit seiner Bottega die breite Masse ansprechen – und für jeden Geldbeutel etwas anbieten: „Ich werde also auch mal Austern oder Trüffel da haben, für Menschen, die das schätzen.“ Auch an das immer beliebtere After-Work mit Aperitif habe er gedacht. „Ich habe unter anderem einen relativ unbekannten italienischen Kräuterlikör Liquore Strega hier.“ Den selbst hergestellten Limoncello soll es nach dem Essen aufs Haus geben. Er hoffe, dass er vor dem Geschäft einen kleinen Außenbereich einrichten kann, der zum Verweilen einlädt.