Boxen Ardian Krasniqi bleibt ungeschlagen – kommt es bald zu einem WM-Kampf?
Zwölfter Kampf, zwölfter Sieg: Halbschwergewichtler Ardian Krasniqi schlägt auch den Argentinier Gaspar Fernandez zu Boden – und träumt von weiteren großen Taten.
Zwölfter Kampf, zwölfter Sieg: Halbschwergewichtler Ardian Krasniqi schlägt auch den Argentinier Gaspar Fernandez zu Boden – und träumt von weiteren großen Taten.
In der Schleyerhalle in Stuttgart hat Luan Krasniqi (54) fünf vielbeachtete Kämpfe bestritten und allesamt gewonnen. Das liegt rund zwei Jahrzehnte zurück, und trotzdem war es für Ardian Krasniqi (29), den Neffen der Schwergewichts-Legende, sehr emotional, nun ebenfalls im Neckarpark zu boxen – wenn auch nicht in der großen Schleyerhalle, sondern in der wesentlich kleineren Scharrena. „Mein Onkel ist mein absolutes Vorbild“, sagte Ardian Krasniqi vor seinem Kampf gegen Gaspar Fernandez, „Stuttgart ist für meine Familie ein gutes Pflaster.“ Daran hat sich am Samstagabend nichts geändert.
Der Halbschwergewichtler (bis 79,3 kg) bestritt in der ausverkauften Scharrena (2500 Zuschauer) seinen zwölften Profikampf. In den vorherigen elf Duellen, die er alle vorzeitig für sich entschieden hatte, war er nur 20 Runden im Ring gestanden, nun kamen gegen den Argentinier einige dazu. Diesmal schlug Ardian Krasniqi, der den Kampf bis dahin dominiert hatte, seinen Gegner in der fünften Runde zu Boden. „Die Fans haben die Halle in einen Hexenkessel verwandelt, es war eine überragende Atmosphäre“, sagte der weiterhin Ungeschlagene, „dass ich den Kampf vorzeitig beenden konnte, macht mich sehr stolz.“
Obwohl sein Kontrahent nicht zu den Top-Boxern im Halbschwergewicht zählt, durfte Ardian Krasniqi mit seiner Leistung zufrieden sein – und mit dem Ergebnis auch. In der Rangliste des Verbandes WBO ist er aktuell Siebter und könnte durch den Sieg eventuell den einen oder anderen Platz nach oben klettern, was ihn seinem großen Ziel näherbringen würde: „Vielleicht kann ich ja schon 2026 um einen WM-Gürtel boxen.“