Boxer Ardian Krasniqi „Die Weltmeister können nicht mehr abhauen“

  Foto: IMAGO/Eibner

Der Halbschwergewichtler Ardian Krasniqi boxt am 27. Juni in Ludwigsburg gegen den ebenfalls ungeschlagenen Kroaten Vinko Zadro – und träumt weiter von einem WM-Kampf.

Sport: Jochen Klingovsky (jok)

Es gab in der Stuttgarter Spielbank schon Auftritte von Boxern, die zu den ganz Großen gehören. 2002 fand dort vor dem Duell von Schwergewichts-Weltmeister Wladimir Klitschko gegen Francois Botha das Wiegen statt, hierfür kletterten die beiden Kämpfer mit freiem Oberkörper auf einen Roulettetisch, auf dem die Waage platziert worden war. Etwas weniger spektakulär ging es am Montag in der Stuttgarter Spielbank zu – obwohl sich auch Ardian Krasniqi einen Hauptgewinn erhofft.

 

Der 29-jährige Rottweiler ist nicht nur der Neffe von Luan Krasniqi, sondern zudem ein hochambitionierter Halbschwergewichtler (bis 79,3 kg). Er hat alle zwölf Profikämpfe vorzeitig gewonnen, benötigte dafür nur 25 Runden. Nun trifft er am 27. Juni in der Ludwigsburger MHP-Arena auf Vinko Zadro und damit auf seinen bisher wohl härtesten Kontrahenten. Auch der Kroate hat seine zwölf Gegner besiegt, ebenfalls alle vorzeitig. „Es wird ein Duell auf Augenhöhe“, sagte Ardian Krasniqi bei einem Medientermin in der Stuttgarter Spielbank. „Vinko Zadro ist ein guter Mann, ich erwarte eine richtige Schlacht. Doch ich bin bereit, alles zu geben – der Sieg gegen ihn wird mich weit nach vorne katapultieren.“

Ardian Kraniqi will einen WM-Kampf

Derzeit steht Ardian Krasniqi in der unabhängigen Box-Weltrangliste auf Rang 50, der Weltverband WBO führt ihn auf Platz sieben. Ardian Krasniqi geht davon aus, dass ihn ein Erfolg gegen Vinko Zadro auf Position zwei oder drei hieven würde. „Dann könnten die Weltmeister nicht mehr vor mir abhauen“, sagte er, „mein großes Ziel ist, gegen einen von ihnen zu boxen.“

In seinem letzten Kampf bezwang Ardian Krasniqi (re.) in der ausverkauften Scharrena in Stuttgart den Argentinier Gaspar Fernandez. Foto: Imago/Eibner

In Frage kämen der Russe Dmitry Bivol (Weltmeister der Verbände WBO, WBA, IBF) sowie der WBC-Champion David Benavidez aus den USA. Auf die Frage, ob er denn überhaupt schon gut genug ist für die ganz große Bühne, antwortete Krasniqi selbstbewusst: „Bivol ist zwar ein Jahrhunderttalent, doch ich habe nur noch vier, fünf sehr gute Jahre im Boxen vor mir. Wenn sich die Chance auf den WM-Titel bietet, muss ich sie nutzen. Ich bin bereit für jeden Boxer auf der Welt.“

Zunächst aber, das betonte Krasniqi auch, liege sein voller Fokus auf dem Kampf gegen Zadro. Schließlich habe Boxen wenig zu tun mit dem Geschehen in einer Spielbank. „Im Ring entscheidet das Können“, sagte der Halbschwergewichtler, „es kommt vor allem auf harte Arbeit an.“ Und nicht auf Glück.

Weitere Themen

Weitere Artikel zu Boxen Ludwigsburg Luan Krasniqi