Boxspringbetten - Tipps für den Kauf Schlafkomfort wie im Luxushotel

Von Nicole Knaupp 

Auf der Suche nach einem Boxspringbett? Wir zeigen Ihnen, was ein gutes Boxspringbett ausmacht, klären über die Vorteile auf und verraten, worauf Sie beim Kauf unbedingt achten sollten.  

Designer Sebastian Herkner hat es entworfen, die Schramm Werkstätten fertigen es von Hand: „Fold“, ein Boxspringbett in bester Qualität. Das Kopfteil lässt sich stufenlos verstellen und die Kissen am Betthaupt können individuell gewählt werden. Foto: Schramm Werkstätten 6 Bilder
Designer Sebastian Herkner hat es entworfen, die Schramm Werkstätten fertigen es von Hand: „Fold“, ein Boxspringbett in bester Qualität. Das Kopfteil lässt sich stufenlos verstellen und die Kissen am Betthaupt können individuell gewählt werden. Foto: Schramm Werkstätten

Zu hart, zu weich, zu heiß, zu kalt – das falsche Bett oder eine ungeeignete Matratze kann einen um den Schlaf bringen. Und dass, obwohl ausreichend Schlaf die beste Voraussetzung ist, um den Alltag meistern zu können. Sieben Stunden und 45 Stunden schläft jeder Deutsche durchschnittlich, das ist immerhin fast ein Drittel des Tages. Dass zu wenig Schlaf der Gesundheit schadet, hat sich mittlerweile herumgesprochen. Abhilfe schaffen sollen Boxspringbetten, seit einigen Jahren die Stars am Bettenhimmel.

Der Aufbau eines Boxspringbetts

Mit dem Boxspringbett schließen viele während eines Urlaubs Bekanntschaft. In Vier- und Fünf-Sterne-Hotels sind sie oft schon Standard. Der Aufbau setzt sich aus drei Teilen zusammen: dem Boxspring, einer Matratze und einem Topper.

1. Boxspring-Unterbau

Der Unterbau, welcher oft auch Boxspring genannt wird, übernimmt bei einem Boxspringbett die Funktion, die bei einem Standardbett der Lattenrost erfüllt. Dieser Unterbau besteht aus einem nach unten hin offenen Holz- oder Metallrahmen, in den wahlweise ein Taschen- oder Bonellfederkernsystem eingearbeitet ist.

2. Matratze

Auf dem Boxspring liegt die sogenannte Obermatratze, die standardmäßig ebenfalls mit einem Taschenfederkern ausgestattet ist. Die zwei aufeinanderliegenden Federkernelemente von Boxspring und Obermatratze bilden zusammen eine schwingende Liegefläche. Diese doppelte Federung durch die zwei Federkerne macht das besondere und sehr komfortable Liegegefühl vieler Boxspringbetten aus.

3. Topper

Der Topper ist für ein Boxspring-Bett kein Muss. Er verstärkt aber das wunderbare Gefühl, wie auf Wolken zu schlafen. Zudem hat die Auflage den Vorteil, dass sie die Matratze schützt und so ihre Lebensdauer verlängert.

Wie gut sind Boxspringbetten? Die Vorteile

Der Siegeszug des Boxspringbetts ist nicht aufzuhalten. 2017 wurden rund 804.000 Modelle verkauft, Tendenz steigend. Doch worin liegen die Vorteile?

• Einstieg: Vor allem für ältere Menschen ist der bequeme Einstieg hilfreich. Dank seiner Höhe lässt sich leichter ins Bett gleiten und auch wieder aufstehen

• Komfort: Das extrahohe Kopfteil macht das Sitzen im Bett – zum Lesen oder Fernsehen – noch bequemer

• Entlastung: Der Körper wird über die gesamte Liegefläche unterstützt und nicht nur an einzelnen Punkten wie im Becken- und Schulterbereich

• Haltbarkeit: Weil der Druck des Körpergewichts gut verteilt wird, bleibt die Matratze eines Boxspringbetts deutlich länger komfortabel und stabil und punktet mit einer langen Lebensdauer

• Bettklima: Ein Boxspringbetts verfügt über eine natürliche Klimaanlage: Durch die beiden Matratzen kann die Luft frei zirkulieren, Feuchtigkeit wie Schweiß wird in die Luft abgeleitet

Der Ursprung des Boxspringbettes

Die imposanten und gemütlichen Boxspringbetten mit jeder Menge Polster kennt man aus amerikanischen Luxushotels. Eine Erfindung der Amerikaner sind sie allerdings nicht. „Früher nannte man es schlicht Kastenmatratze“, erklärt Axel Schramm. Sein Unternehmen, die Bettenmanufaktur Schramm, fertigt schon seit den 60er-Jahren im pfälzischen Winnweiler Matratzen dieser Art und hat das Zwei-Matratzen-System stetig weiterentwickelt und perfektioniert.

20 edle Materialschichten von Kaschmir über Biowolle bis Seide stecken in den zwei Matratzen. Selbst die Prinzessin auf der Erbse könnte da nichts mehr monieren. Die Untermatratze bildet mit ihrer stabilen, elastischen Unterfederung die Basis. Sie nimmt die Bewegungsenergie des Schläfers auf und federt den Druck gleichmäßig ab. In der Obermatratze stecken je nach Körpergewicht und Anatomie individuelle Federkernrezepturen. Diese Matratze passt sich perfekt an und bettet den Körper optimal. Boxspringbetten gibt es also schon seit Langem, der durchschlagende Erfolg kam mit der neuen englischen Bezeichnung.

Sieben Tipps auf einen Streich – Worauf Sie beim Kauf eines Boxspringbetts achten sollten

1. Boxspringbett ist nicht gleich Boxspringbett, die Qualitätsunterschiede sind groß. Inzwischen führen auch günstige Möbelhäuser Boxspringbetten im Sortiment. Achten Sie vor allem darauf, dass das Bett über zwei Matratzen verfügt und ohne Lattenrost auskommt.

2. Auf atmungsaktive Materialien kommt es an. In billigeren Modellen ist oft Folie verarbeitet, das führt zu schnellerem Schwitzen. Nur, wenn die Polstermaterialien geheftet sind, kann die Luft durch beide Matratzen in alle Richtungen zirkulieren.

3. Auch bei den Federn gibt es Qualitätsunterschiede. In der Bettenmanufaktur Schramm werden nicht irgendwelche Federn verarbeitet, sondern ofenthermisch optimal vergütete Zwölfgangfedern. In einer Matratze stecken etwa 500 Federn in vier unterschiedlichen Stärken. Unterschiedlich deshalb, weil sich das Körpergewicht nicht gleichmäßig verteilt. Ein Großteil – 40 Prozent – entfällt auf den Gesäßbereich. Dort sollte die Federung härter sein. Anders als im Schulterbereich. „Die Schulter sollte einsinken können, aber nicht versinken“, erklärt Axel Schramm. Entsprechend weicher fällt die Federung in diesem Bereich aus.

4. Ermitteln Sie die gewünschte Sitzhöhe. Ratsam ist ein angewinkeltes Knie beim Sitzen im Winkel von zirka 90 Grad. Viele Paare haben unterschiedliche Körpergrößen. Überlegen Sie sich im Voraus vielleicht schon mal ein geeignetes Mittelmaß.

5. Lassen Sie sich zunächst nicht zu sehr vom Design des Betts leiten. Konzentrieren Sie sich auf das Probeliegen. Optische Details wie Bezugsstoffe, Kopfteilform etc. können bei Premiumherstellern wie Schramm individuell an Ihre Wünsche angepasst werden.

6. In Einrichtungsläden wie architare können Sie Betten ausgiebig testen. Sind Sie wie die meisten Menschen ein Seitenschläfer, sollten Sie vor allem auf das Einsinkverhalten der Schulter und des Beckens achten.

7. Je unterschiedlicher zwei Partner von Körpergröße und Proportionen her sind, umso wichtiger ist die individuelle Anpassung des Bettes an den Körper. In diesem Fall sollten Sie darüber nachdenken, die Liegeflächen zu trennen und auf einen durchgehenden Topper zu verzichten.

Als Faustregel gilt: Ein qualitativ hochwertiges Boxspringbett ist nicht unter 2000 Euro zu bekommen. Bei Schramm liegt das Einstiegsmodell bei 3500 Euro. Mit einer Lebensdauer von durchschnittlich zehn Jahren ist das etwa ein Euro pro Nacht. Soviel sollte einem der gute Schlaf schon wert sein.

„Betten muss man testen“, ist Barbara Benz, Geschäftsführerin von architare, überzeugt. In den Schlafstudios Ihrer Einrichtungshäuser lassen sich die Betten des Premiumherstellers Schramm probeliegen und testen. So findet jeder das Bett und die Matratze, die maßgenau auf seine individuellen Schlafgewohnheiten und -bedürfnisse abgestimmt sind.