Boykott wegen Lieferkonditionen Nestlé und Edeka legen Streit bei

Von red/dpa 

Im Streit um bessere Lieferkonditionen hatte Edeka im Februar einige Nestlé-Produkte aus dem Sortiment genommen und den Nahrungsmittelkonzern unter Druck gesetzt.

Der Streit zwischen Edeka und Nestlé ist offenbar beigelegt. Foto: dpa
Der Streit zwischen Edeka und Nestlé ist offenbar beigelegt. Foto: dpa

Frankfurt/Main - Der Nahrungsmittelkonzern Nestlé hat seinen Streit mit einer Händlergruppe um die deutsche Edeka um Einkaufskonditionen beigelegt. Man habe eine „ausgeglichene Vereinbarung“ gefunden, sagte ein Nestlé-Sprecher am Mittwoch in Frankfurt, ohne Details zu nennen. Die Kunden würden die Nestlé-Produkte sehr schnell wieder in den Regalen der Einkaufsgenossenschaft AgeCore finden. Edeka äußerte sich zunächst nicht und kündigte eine Stellungnahme an. Zuvor hatte die „Lebensmittelzeitung“ über eine Einigung berichtet.

Edeka und andere Handelsunternehmen hatten Nestlé-Produkte ausgelistet, um bessere Konditionen bei dem weltgrößten Lebensmittelhersteller zu erhalten.

Die Handelsunternehmen stehen für ein jährliches Einkaufsvolumen von rund 145 Milliarden Euro. Nestlé hat durch den Boykott nicht näher bezifferte Umsatzeinbußen erlitten.