Beim Brand in einer Containersiedlung in Leonberg wird ein Mann Opfer der Flammen. Die Kriminalpolizei ermittelt nun. Viele Fragen sind noch offen.

Leonberg: Marius Venturini (mv)

Beim Brand eines Wohncontainers ist in Leonberg in der Nacht von Donnerstag auf Freitag ein Mensch gestorben. Wie Feuerwehrkommandant Wolfgang Zimmermann berichtet, seien die Einsatzkräfte um 3.22 Uhr zum Ort des Geschehens am Kreisverkehr zwischen Gebersheimer Straße und Lohlenbachtäle alarmiert worden. Bei ihrem Eintreffen habe einer der Container bereits komplett in Flammen gestanden.

 

Für eine Person kommt jede Hilfe zu spät

Später stellte sich heraus, dass sich in dem Container ein Mann befunden hatte – für den jede Hilfe zu spät kam. Zur Identität ist derzeit offiziell noch nichts bekannt. „Ob es sich bei dem Verstorbenen um den dort gemeldeten Bewohner handelt, ist Gegenstand der Ermittlungen“, erklärt die Polizei. „Die Person ist vollständig verbrannt“, so Zimmermann.

Der Brand wurde rasch gelöscht, berichtet der Leonberger Feuerwehr-Chef. Jedoch seien auch die beiden Container rechts und links des betroffenen Objekts in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie sind aktuell nicht mehr bewohnbar – laut Informationen der Stadtverwaltung wurden sogar drei Container so stark beschädigt, dass niemand mehr darin wohnen könne. Laut Zimmermann sei zunächst auch das Wasser in den weiteren BUnterkünften abgestellt worden. Die Kriminalpolizei ermittelte vor Ort zur Brandursache, die Nachforschungen werden noch andauern.

Nachdem die tote Person geborgen war, sicherte die Feuerwehr in der Nacht zusammen mit Personal des Leonberger Bauhofs die Einsatzstelle. Insgesamt waren die Brandschützer mit 42 Helferinnen und Helfern vor Ort, ebenso waren der Leonberger Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes sowie die Polizei im Einsatz. Die Polizei beziffert den entstandenen Schaden an den Bauten auf rund 50 000 Euro.

Oberbürgermeister Cohn eilt zum Ort des Geschehens

Auch Leonbergs Oberbürgermeister Martin Georg Cohn war zum Brand geeilt, um sich ein Bild der Lage zu machen. Am Morgen nach den Ereignissen äußerte der Verwaltungschef seine Betroffenheit: „Ich habe mir umgehend selbst vor Ort ein Bild gemacht. Mit großer Bestürzung habe ich dort erfahren müssen, dass ein Mitbürger im Feuer sein Leben verloren hat. Mein tief empfundenes Mitgefühl gilt den Angehörigen des Verstorbenen.“ Er danke den Einsatzkräften der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Polizei für ihr schnelles und engagiertes Handeln unter schwierigen Bedingungen. „Nur so konnte die Ausbreitung auf weitere Teile der Unterkunft verhindert werden.“

Wie die Stadtverwaltung in Person von Pressesprecherin Leila Fendrich außerdem mitteilt, wurde die sofortige Unterbringung der betroffenen Personen durch das Ordnungsamt und den Bevölkerungsschutz veranlasst. Insgesamt leben rund 20 Menschen in den Containerunterkünften am Kreisverkehr.