Brand in Stuttgart-Fasanenhof Gerichtstermin für den Millionen-Streit

Die Ursache für den Brand 2017 ist nach wie vor ungeklärt. Foto: Archiv/Rüdiger Ott
Die Ursache für den Brand 2017 ist nach wie vor ungeklärt. Foto: Archiv/Rüdiger Ott

Ein kleiner Verein aus Stuttgart-Möhringen verklagt eine Stuttgarter Versicherung. Es geht um einen Brand vor vier Jahren und um viel Geld. Nun gibt es einen Gerichtstermin.

Filderzeitung: Judith A. Sägesser (ana)
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Fasanenhof - Im Herbst soll es Klarheit geben. Für den 4. Oktober ist die Verhandlung am Landgericht Stuttgart anberaumt, in der der Homöopathische Verein Stuttgart-Möhringen auf Gerechtigkeit hofft. Aber nicht nur das, bei der Verhandlung geht es um eine Million Euro. Die steht seit vier Jahren im Raum zwischen dem 40 Mitglieder starken Verein und einer Stuttgarter Versicherung.

Zum Hintergrund: Im Mai 2017 hatte es beim Homöopathischen Verein gebrannt. Das Vereinsheim samt Lokal am Zettachring auf dem Fasanenhof wurde Opfer der Flammen, die Ursache ist ungeklärt. Bis heute steht dort nur die Ruine, denn der Aufbau und wer ihn bezahlt, ist nach wie vor ungewiss. Weil sich der Verein nicht mit der Versicherung einigen konnte, hat er Ende 2020 Klage beim Landgericht Stuttgart eingereicht.

Neuwertversicherung abgeschlossen kurz vor dem Brand

Der Verein hatte zufälligerweise kurz vor dem Brand eine Neuwertversicherung abgeschlossen. Daraus will die Versicherung den Homöopathen nun offenbar einen Strick drehen, so jedenfalls erzählte es der Vereinsvorsitzende Manfred Wörner unserer Zeitung im Januar. Die Versicherung, die unserer Zeitung bekannt ist, teilte auf Nachfrage kurz und knapp mit: „Zu einem laufenden Verfahren dürfen wir keine Auskünfte geben.“ Nach Auskunft des Homöopathischen Vereins liegt das Angebot der Versicherung bei rund einer halben Million Euro – also der Hälfte der Kosten. Das will der Möhringer Verein nicht akzeptieren. Er wolle sich nachweislich nicht bereichern, sondern einfach sein Vereinsheim wieder aufbauen. Das Vereinsleben am Zettachring liegt – nicht erst seit Corona – ziemlich brach.

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