Brandserie im Kreis Ludwigsburg Polizei nimmt 30-jährigen Handwerker fest

Mysteriöse Brandserie im Kreis Ludwigsburg: Ein Millionenschaden verursachte beispielweise ein Feuer beim Dentalhersteller Dürr in Bietigheim-Bissingen. Jetzt hat die Polizei einen 30-jährigen Tatverdächtigen festgenommen.  Foto: 7aktuell.de/Schmalz, Becker 61 Bilder
Mysteriöse Brandserie im Kreis Ludwigsburg: Ein Millionenschaden verursachte beispielweise ein Feuer beim Dentalhersteller Dürr in Bietigheim-Bissingen. Jetzt hat die Polizei einen 30-jährigen Tatverdächtigen festgenommen. Foto: 7aktuell.de/Schmalz, Becker

Monatelang hielt eine mysteriöse Brandserie den Kreis Ludwigsburg in Atem, jetzt hat die Polizei einen 30-jährigen Handwerker aus dem Kreis Ludwigsburg als mutmaßlichen Brandstifter präsentiert. Das Motiv des Mannes sei jedoch noch völlig unklar.

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Ludwigsburg  - Ein 30-jähriger Handwerker soll in den vergangenen Monaten für eine Brandserie im Kreis Ludwigsburg verantwortlich sein. Es bestehe dringender Tatverdacht, dass der Mann aus dem Kreis Ludwigsburg 13 Feuer gelegt habe, sagte der Leiter der Staatsanwaltschaft Heilbronn, Frank Rebmann, am Donnerstag in Ludwigsburg.

Der 30 Jahre alte Mann habe drei Taten bereits gestanden. Sein Motiv sei noch unklar, hieß es. Die Polizei habe ihn in der Nacht zu Mittwoch auf frischer Tat ertappt, als er ein Möbelhaus in Pforzheim anzünden wollte.

Seit vergangenen Herbst hatte die nächtliche Brandserie die Polizei in Atem gehalten. Der Gesamtschaden wird auf bis zu sieben Millionen Euro beziffert. Laut Staatsanwaltschaft muss der Verdächtige mit mindestens einem Jahr Haft pro Delikt rechnen.

30-Jähriger bereits polizeibekannt

Der Mann war Anfang März ins Visier der Ermittler geraten, nachdem er der Polizei einen Hinweis auf einen Benzindiebstahl gegeben hatte. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann in der Vergangenheit mehrfach Straftaten verübt und wurde 2011 zu sechs Monaten Haft auf Bewährung wegen eines Einbruchs verurteilt.

Obwohl der 30-Jährige beim versuchten Brandanschlag in Pforzheim auf frischer Tat ertappt wurde, habe er diese Tat bisher nicht gestanden. Der Verdächtige wurde am Donnerstag dem Haftrichter vorgeführt und sitzt nun in Heilbronn in Haft.

Die Brandserie hatte im Oktober vergangenen Jahres begonnen. In der Folge brannten im Landkreis Ludwigsburg immer wieder Autos der höheren Preisklasse. Von November bis Februar riss die Serie zunächst ab, Anfang März kam es dann zu Anschlägen auf drei Autohäuser in Bietigheim-Bissingen.

Die Ermittlungsgruppe „Logi“ wurde daraufhin auf 30 Beamte aufgestockt. Zwischenzeitlich seien sogar bis zu 100 Beamte in die Ermittlungen eingebunden gewesen, sagte der Leiter der Ermittlungsgruppe, Roland Graf.

Ziel der Brandanschläge waren neben hochwertigen Autos unter anderem auch eine Lagerhalle und zwei Schulen in Bietigheim-Bissingen und in Besigheim. Als jüngster Anschlag der Serie gilt der Brand auf dem Gelände eines Autohauses in Asperg (Kreis Ludwigsburg), bei dem vier Autos im Gesamtwert von 260.000 Euro Feuer fingen . Da die Anschläge meist nach Mitternacht stattfanden, gab es nach Angaben der Polizei nur wenige Hinweise aus der Bevölkerung.

 




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