Seit 2024 hat es nahe Unterensingen immer wieder gebrannt. Nun hat die Polizei im Kreis Esslingen einen Tatverdächtigen verhaftet.

Erleichterung in Unterensingen. Eine seit Sommer 2024 anhaltende Brandserie scheint endlich aufgeklärt zu sein. Ein 42-jähriger Mann konnte nach Polizeiangaben als mutmaßlicher Brandstifter verhaftet werden. Schnell machten Gerüchte die Runde, der Beschuldigte sei Mitglied der örtlichen Feuerwehr.

 

Immer wieder hat es in Unterensingen gebrannt. Heu, Stroh oder bereits abgeerntete Felder wurden laut Gerhard Jaudas, Pressesprecher des auch für den Landkreis Esslingen zuständigen Polizeipräsidiums Reutlingen, in den letzten vier Jahren angezündet. Insgesamt seien 14 Brände gezählt worden. Bei den Einheimischen sei die Sorge angesichts der Brandstiftungen groß gewesen, und selbstverständlich hätten in dem 5000-Einwohner-Ort auch schnell Gerüchte die Runde gemacht. Das klassische Klischee vom Feuerwehrmann – traf es hier zu?

Polizei kennt die Personalien des Verdächtigen

Der Feuerteufel hielt die Feuerwehr seit dem Sommer des Vorjahres auf Trab. Foto: Marijan Murat/dpa

Ob der nun verhaftete 42-Jährige tatsächlich ein Mitglied der örtlichen Feuerwehr ist, wollte Gerhard Jaudas weder bestätigen noch dementieren. Der Polizei seien die Personalien des mutmaßlichen Täters selbstverständlich bekannt, doch weitergeben dürfte sie die Informationen mit Blick auf die Persönlichkeitsrechte und den Datenschutz nicht: „Wir machen keine Angaben dieser Art zur Person von Beschuldigten, Geschädigten oder Zeugen.“

Das letzte Mal schlugen der oder die Feuerteufel am 7. August zu. Die Polizei meldete an diesem späten Donnerstagabend gleich zwei Brandstiftungen. Gegen 19.10 Uhr stand eine Fläche von rund 200 Quadratmetern auf einem abgeernteten Feld in Flammen. Das Feuer wurde von dem Zeugen, der den Brand gemeldet hatte, und einem Angehörigen unter anderem mit Hilfe eines Radladers gelöscht. Gegen 23.45 Uhr wurde ein etwa 20 Quadratmeter großes Areal im Bereich der Esslinger Straße am Röhmsee angezündet. Die Feuerwehr bekam den Brand unter Kontrolle.

Tatrelevante Beweismittel bei der Hausdurchsuchung

Die Polizei war dem 42-jährigen Verdächtigen im Zuge ihrer Ermittlungen wegen dieser Brandstiftungen auf die Spur gekommen. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung seien „tatrelevante Beweismittel“ sichergestellt worden. Der mutmaßliche Brandstifter befindet sich in einer Justizvollzugsanstalt.