Brasilianer trotzt dem Tod Überlebender von Flugzeug-Unglück überlebt Busunfall mit 20 Toten

Erwin Tumiri (Mitte) verlässt das Krankenhaus im bolivianischen Cochabamba. Der  Überlebende des Flugzeugunglücks des brasilianischen Fußballvereins Chapecoense von 2016 ist dem Tod ein zweites Mal von der Schippe gesprungen.  J Foto: Jorge Abrego/EFE/dpa
Erwin Tumiri (Mitte) verlässt das Krankenhaus im bolivianischen Cochabamba. Der Überlebende des Flugzeugunglücks des brasilianischen Fußballvereins Chapecoense von 2016 ist dem Tod ein zweites Mal von der Schippe gesprungen. J Foto: Jorge Abrego/EFE/dpa

2016 überlebte der Brasilianer Erwin Tumiri ein Flugzeugunglück mit 71 Toten in Kolumbien. Nun ist er bei einem Unfall, bei dem ein Bus 150 Meter in die Tiefe stürzte, wieder mit dem Leben davongekommen.

Leben: Markus Brauer (mb)

Colomi - Ein Überlebender des Flugzeugunglücks des brasilianischen Fußballvereins Chapecoense ist dem Tod ein zweites Mal von der Schippe gesprungen. Erwin Tumiri überlebte am Dienstag ein schweres Busunglück in Brasilien mit mindestens 20 Toten und Dutzenden Verletzten, wie bolivianische Medien berichteten. Vor fünf Jahren war Tumiri einer von nur sechs Überlebenden eines Flugzeugabsturzes in Kolumbien, bei dem große Teile der Mannschaft von Chapecoense ums Leben kamen.

Leichte Verletzungen nach 150-Meter-Fall

„Ich kroch hinaus, setzte mich und sagte: ‚Wieder – ich kann es nicht glauben‘“, zitierte die Zeitung „Los Tiempos“ Tumiri. Seine Schwester Lucía erzählte „El Deber“, dass ihr Bruder nur leichte Verletzungen habe und zur Behandlung im Krankenhaus sei.

Den Berichten zufolge ist der Bolivianer regelmäßig auf der Strecke zwischen Santa Cruz in der Tiefebene im Südosten des Landes und Cochabamba im zentralen Hochland unterwegs und war auf dem Weg zur Arbeit, als der Bus auf der Höhe von Colomi 150 Meter in die Tiefe stürzte.

71 Tote bei Chapecoense-Unglück

Am 28. November 2016 war der Tumiri Teil der Crew des Flugzeugs mit der Mannschaft von Chapecoense an Bord gewesen, das auf dem Weg nach Medellín zum Finalhinspiel um die Copa Sudamericana, dem Südamerika-Pokal, in Kolumbien abstürzte. 71 Menschen kamen bei dem Unglück ums Leben, darunter fast alle Spieler sowie Betreuer, Trainer und mitreisende Journalisten.

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