Brautage in Ludwigsburg Warum es am Freitag Freibier gibt

Am Dienstag standen Mattheo und die Bringer auf der Brautage-Bühne. Foto: Simon Granville

Trotz Regenrekord beim Event im Ludwigsburger Rathaushof bleibt der Veranstalter Andy Rothacker entspannt und hofft noch auf ein paar schöne Tage.

Ludwigsburg: Sandra Lesacher (sl)

Über dem Rathaushof glitzert die untergehende Sonne, Menschen sitzen auf den Bierbänken oder tanzen vor der Bühne zur Musik von Mattheo und die Bringer – und das ohne Schirm und Regenjacke: Der Dienstag ist endlich das, was man von einem Frühsommerabend auf den Brautagen im Herzen Ludwigsburgs erwartet. Endlich spielt das Wetter mit.

 

Das war seit der Eröffnung der Brautage am Mittwoch vor einer Woche doch eher eine Seltenheit. Der Regen kam immer wieder, am Freitag, dem Tag der offiziellen Eröffnung, waren die Aussichten sogar so mies, dass die Veranstaltung mit Fassanstich und Freibier abgesagt wurde. Diesen Freitag wird sie nachgeholt – inklusive 30 Liter Freibier.

„Wir schauen nach vorn“

Auch die anderen Tage über das verregnete lange Wochenende waren für den Veranstalter und alle Beteiligten nicht gerade wie aus dem Bilderbuch. Andy Rothacker, Chef der Brauerei Rossknecht, bleibt dennoch gelassen. „Was ich nicht ändern kann, darüber rege ich mich nicht auf“, sagt er. Dazu gehört das Wetter nun mal. „Wir schauen nach vorn.“

Klar, auch der Platzregen zum Ende des Pferdemarkt-Umzugs am Sonntag hat reingehauen. Schließlich sind dann alle nach Hause und nicht noch auf die Brautage. „Und klar“, sagt Andy Rothacker, „haben wir keinen tollen Umsatz“. Aber, betont er, „wir dürfen uns nicht beschweren: Es gab so viele Hochwasserschäden in den vergangenen Tagen, da geht es uns hier gut.“

Andy Rothacker liebt Bier und er liebt Musik. Bei den Brautagen, die er jetzt zum 23. Mal in Ludwigsburg veranstaltet, ist er also voll in seinem Element. Die Brautage sind für ihn wie ein großer Biergarten, gemütlich und einfach schön.

Im Jahr 2000 hat Andy Rothacker die Brautage gemeinsam mit Sabine Deutscher initiiert, damals noch in der Eberhardstraße. Die Idee lautete, alle Brauereien aus dem Landkreis zusammenzubringen. Nur kam eben keiner, außer Rothacker mit seiner Rossknecht-Brauerei. Gestört hat es das Publikum offenbar nicht, nach drei Jahren zog das Fest auf die Bärenwiese und dann 2004 auf den Rathaushof, wo es bis heute jedes Jahr stattfindet.

Ein Bierfest, bei dem es auch Wein gibt

Das Besondere an dem Bierfest: Es gibt auch Wein. „Jeder soll trinken können, was er möchte“, sagt Andy Rothacker. Das ist ihm wichtig. Und ein Blick über den Rathaushof an diesem Abend zeigt, dass doch einige das Wein-Angebot gerne nutzen. Ein Cocktail-Stand ist auch am Start.

Die meisten allerdings haben Bier im Glas. Das gibt es als unter anderem Urhell, Maibock, Tim und Struppi, Hopfenweiße oder Ludwigsburger Helles für 4,50 Euro pro 0,3 Liter. Der Preis ist im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben und minimal teurer als in der Brauereigaststätte am Reithausplatz. „Dort gibt es aber keine Musik zum Bier“, sagt Andy Rothacker, der den etwas höheren Preis mit den Kosten für die Gema, Security, Technik et cetera erklärt. Wer den Zwei-Liter-Pitcher für 26 Euro nimmt, spart sich ein Glas: „Das machen viele.“

Für die gute Grundlage gibt es einiges – vom Hotdog über asiatische Nudelgerichte, Flammlachs und Gyros bis zur Dinnede und Currywurst. Auf dem Programm stehen bis Sonntag, 9. Juni, noch die Bands Risk (Donnerstag), Safir (Freitag) sowie die DJs Neb und G-Tox (Samstag). Am Sonntag ist dann wieder Rockabilly-Day. Die Brautage beginnen bis Freitag um 17  Uhr, Samstag und Sonntag geht es schon von 12 Uhr an los.

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