Bremsenstich Wie man ihn erkennt und was hilft

Bremsen sind meist hartnäckig und kleben an der Haut, wenn sie einen Menschen stechen. Foto: imago images/blickwinkel/F. Hecker via www.imago-images.de
Bremsen sind meist hartnäckig und kleben an der Haut, wenn sie einen Menschen stechen. Foto: imago images/blickwinkel/F. Hecker via www.imago-images.de

Der Stich einer Bremse ist oft sehr schmerzhaft. Vor allem im Sommer sind die Insekten unterwegs und saugen bei ihren Opfern Blut. Im Artikel erklären wir, woran man einen Bremsenstich erkennt und wie man ihn richtig behandelt.

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Stuttgart - Sie sehen aus wie harmlose Fliegen, ihre Stiche sind aber sehr schmerzhaft: Bremsen. Vor allem im Sommer sind die blutsaugenden Insekten aktiv, häufig bei schwül-warmem Wetter. Bremsen halten sich meist an Wiesen oder Gewässern sowie in der Nähe von Nutztieren wie Pferden auf. Der Geruch von menschlichem Schweiß lockt die Insekten besonders an. Dabei sind hauptsächlich die weiblichen Bremsen auf Blut aus – die Männchen ernähren sich von Nektar.

Daran erkennt man einen Bremsenstich

Wer gestochen wird, merkt das meist sofort, denn die Stiche sind oft sehr unangenehm. Besonders gern saugen Bremsen an wenig behaarten Körperstellen Blut, manchmal klebt das Insekt auch noch an der Haut und lässt sich nur schwer abschütteln. Nach einem Stich ist es typisch, dass die betroffene Stelle schmerzt. Außerdem tritt häufig eine Rötung auf und der Bereich um die Einstichstelle schwillt an. Oft geht der Biss des Insektes auch mit einem starken Juckreiz einher.

Auffällig ist zudem, dass die Stelle meist nachblutet. Denn die Bremsen sägen die menschliche Haut mit ihrem Mundwerkzeug auf, sodass Blut austritt, das sie aufsaugen können. So entsteht auch der Schmerz, den man bei einem Biss spürt. Da die Insekten außerdem ein gerinnungshemmendes Sekret unter die Haut spritzen, kann die Wunde auch nach dem Stich weiterhin bluten.

So behandelt man den Biss richtig

Auch wenn die Einstichstelle juckt, sollte man auf keinen Fall kratzen. Denn sonst können leicht Keime oder Schmutz in die Wunde gelangen. Stattdessen sollte man zunächst die Stelle reinigen, wenn sie verschmutzt ist. Wichtig ist außerdem, den Stich nicht zu kühlen: Der Biss einer Bremse lässt sich mit Hitze besser behandeln. Die Insekten injizieren nämlich ein Protein unter die Haut, das ab einer Temperatur von 40 Grad Celsius zerfällt. Dafür kann man auf die Stelle beispielsweise einen Teelöffel drücken, der in heißem Wasser erwärmt wurde. Auch ein warmer Waschlappen lässt sich dazu verwenden.

Gegen den Schmerz und den Juckreiz können außerdem Hausmittel helfen. Wer eine Aloe Vera zu Hause hat, kann Gel aus ihrem Blatt entnehmen und es für etwa zehn Minuten in den Kühlschrank geben. Dann lässt es sich auf der Haut verteilen und hat eine kühlende und antiseptische Wirkung. Auch das Auftragen von Kokosöl kann den Juckreiz lindern und die Wundheilung verbessern. Eine halbe Zwiebel, die man auf die Stelle presst, lässt den Schmerz ebenfalls abklingen. Wer keines dieser Hausmittel zur Verfügung hat, kann sich auch in der Apotheke eine Salbe gegen den Juckreiz holen.

Bei diesen Anzeichen müssen Sie zum Arzt

Es kann grundsätzlich bis zu zwei Wochen dauern, bis der Biss einer Bremse abheilt. Schwillt der Sticht besonders groß an, kann eine Allergie vorliegen. Weitere Symptome sind unter anderem Atemnot, Schüttelfrost und Hitzewallungen. Personen, bei denen diese Anzeichen auftreten, sollten zum Arzt gehen und sich untersuchen lassen.

Sich generell vor Bremsenstichen zu schützen, ist schwierig. Allerdings gibt es ein paar Dinge, die helfen können. Beispielsweise sollte man Seen oder Gebiete, in denen sich Nutztiere aufhalten, an heißen Tagen lieber meiden. Außerdem schützt Kleidung mit dicken Stoffen: Denn durch diese können Bremsen nicht stechen. Insektenschutzspray kann ebenfalls helfen.

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