Bretagne Die Halbinsel im Atlantik

Von red 

Als Halbinsel im Nordwesten Frankreichs ragt die Bretagne 300 Kilometer weit in den Atlantischen Ozean. Ihre Landschaften unterscheiden die Bretonen in Armor, das Land am Meer, und Argoat, das Land der Wälder.

Pointe du Grouin in Cancale  Foto: Emmanuel Berthier 5 Bilder
Pointe du Grouin in Cancale Foto: Emmanuel Berthier

„Finistère“, das Ende der Welt, nannten die Römer diesen westlichen Landstrich Frankreichs einst. „Penn Ar Bed“, der Anfang der Welt, sagen die Bretonen. Einzigartige Küstenlandschaften wie die Smaragdküste im Norden und die steilen Felsklippen im Westen geben der Region ihren besonderen Charme.

Wie ein Bilderrahmen umschließt der Fernwanderweg „Zöll­nerpfad“ (GR 34) die Halbinsel der Bretagne. Von der Bucht des berühmten Klosterbergs Mont-Saint- Michel über die Rosa Granitküste und die Steilklippen der Halb­insel Crozon bis zu den Sandstränden des Golfs von Morbihan können sich Wanderer an den weiß-roten Schildern orientieren. Klar, dass auch Wassersportler, Badeurlauber und Wellnessgäste in der Bretagne ihr Glück finden, denn ihr Element ist das Wasser.

Hunderte kleine und große Inseln verteilen sich rings um die bretonische Küste. Bekannt aus den Krimis rund um Kommissar Dupin sind die Glénan-Inseln vor der Küste Concarneaus: Mit ihren weißen Sand­stränden und dem azurblauen Meer sind die Inseln ein kleines Paradies mitten im Atlantik. Ihren Gegensatz bildet Ouessant, die wohl wildeste Insel der Bretagne und westlichster Punkt Frankreichs. Fünf Leuchttürme ragen auf und neben Ouessant empor.

Auf den „Sieben Inseln“ vor der Rosa Granitküste im Norden zeigt sich die Natur wieder in einem ganz anderen Kleid: Mit über 20.000 Seevogelpaaren sind die Inseln das größte Vogelschutzgebiet an der französischen Küste. Im Mittelalter war das Innere der Halbinsel der Bretagne von einem riesigen Waldgebiet bedeckt, das sich heute in die beiden Laubwälder Huelgoat und Brocéliande gliedert.

Drei der berühmtesten Geschichten aus Mittelalter und Neuzeit sind hier zu Hause: König Artus und die Ritter der Tafelrunde, Tristan und Isolde sowie – Asterix und Obelix! Kanäle und Flüsse laden hier zu Kanu-, Hausboot- und Radtouren ein.

Heimat von Austern und Galette

Wie die Bretagne selbst, so ist auch ihre Küche geprägt vom Meer: Weltweit bekannt sind die Austern aus Cancale im Norden und Riec-sur-Belon im Süden der Bretagne. Die Bretagne ist auch die Heimat der französischen Crêpes und Galettes. Während Crêpes aus Weizenmehl gebacken und ausschließlich süß gefüllt werden, besteht der Teig der herzhaften Galettes nur aus dunklem Buchweizenmehl, Wasser und Salz. Traditionell ist die Galette „complète“ mit Schinken, Käse und Ei belegt. Aber ganz gleich ob herzhaft oder süß, der Fantasie sind beim Füllen keine Grenzen gesetzt.

200.000 der vier Millionen Bretonen, darunter auch immer mehr junge Leute, sprechen heute noch Bretonisch, die letzte lebende keltische Sprache in Europa. „Breizh“ ist das bretonische Wort für Bretagne. Mit „Be Breizh!“ wünschen die Bretonen einem guten Freund viel Glück oder viel Erfolg. Der Ausruf ist aber auch eine Einladung der gastfreundlichen Bretonen an die Welt, sich von der Bretagne begeistern zu lassen.


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