Brexit-Debatte im Landtag Empörung über Wortwahl der AfD

Von red/dpa 

Die Wortwahl der AfD im Landtag hat erneut für Empörung gesorgt. Dort wurden in der Europa-Debatte in der Diktion von AfD-Abgeordneten Bauern zu „Subventionsjunkies“, der politische Gegner zum „Brandstifter“ und das Brexit-Votum der Briten zum „Schlachtruf“.

Der AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon während einer Regierungserklärung zum Brexit und den Folgen für Baden-Württemberg die Hand ins Gesicht. Gedeon hat seinen Platz mit seinem AfD-Kollegen Stein tauschen müssen und sitzt nun fortan in der letzten Reihe. Foto: dpa
Der AfD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Gedeon während einer Regierungserklärung zum Brexit und den Folgen für Baden-Württemberg die Hand ins Gesicht. Gedeon hat seinen Platz mit seinem AfD-Kollegen Stein tauschen müssen und sitzt nun fortan in der letzten Reihe. Foto: dpa

Stuttgart - Auf das Konto des Abgeordneten Heinrich Fiechnter ging der Einwurf in Richtung der etablierten Fraktionen: „Kümmern Sie sich doch um Ihren eigenen Antisemitismus.“ Hintergrund sind Antisemitismus-Vorwürfe gegen das AfD-Fraktionsmitglied Wolfgang Gedeon.

Entschuldigung blieb aus

Landtagspräsidentin Muhterem Aras (Grüne) rügte ihn auch für den Ruf „Brandstifter“ gegen den Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz. Eine von Aras angemahnte Entschuldigung brachte Fiechnter nicht über die Lippen. Jüngst war der AfD-Parlamentarier Udo Stein in einer Debatte über Toleranz und Weltoffenheit für den Ausruf „Hier ist das Urteil schon gesprochen. Das ist schlimmer als in der Nazizeit.“ gerügt worden.

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