Britischer Notenbankchef in Davos Brexit soll Briten jährlich 11,5 Milliarden Euro kosten

Von red/Reuters 

Dass der Brexit Großbritannien teuer zu stehen kommt, glauben viele Gegner eines EU-Austritts. Nun hat sich einem Medienbericht zufolge der britische Notenbankchef dazu geäußert. Auch er glaubt: Es wird teuer.

Der Brexit soll die Briten zehn Milliarden Pfund im Jahr kosten. Foto: AFP
Der Brexit soll die Briten zehn Milliarden Pfund im Jahr kosten. Foto: AFP

London - Der britische Notenbankchef Mark Carney hat einem Pressebericht zufolge die Kosten des Brexit-Votums für die Wirtschaft auf rund zehn Milliarden Pfund (rund 11,5 Milliarden Euro) pro Jahr beziffert. Die „Times“ berichtete am Donnerstag, der Währungshüter habe sich am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos entsprechend geäußert.

Das Wirtschaftswachstum hinkt hinterher

Ein Sprecher der Notenbank wollte sich nicht zu dem Bericht äußern. Dieser basiert auf Äußerungen von Teilnehmern, die in Davos an einem Treffen mit Carney hinter verschlossenen Türen teilnahmen.

Brexit-Befürworter haben den Kanadier an der Spitze der britischen Notenbank mehrfach vorgeworfen, er versteife sich zu sehr auf negative konjunkturelle Auswirkungen des EU-Austritts. Die Wirtschaft auf der Insel ist nach dem Anti-EU-Votum vom Sommer 2016 zwar besser als erwartet gelaufen. Dennoch hinkte das Wachstum in den ersten drei Quartalen des vorigen Jahres der Entwicklung in anderen großen Industriestaaten hinterher.

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