Bis Mitte Dezember müssen Autofahrer auf der B 27 zwischen Ludwigsburg und Kornwestheim noch mit Staus rechnen. Der Brückenneubau dort verzögert sich weiter.

Ludwigsburg: Frank Ruppert (rup)

Schlechte Nachrichten für Autofahrer zwischen Kornwestheim und Ludwigsburg: Die Baustelle auf Höhe der Anschlussstelle Ludwigsburg-Süd auf der Bundesstraße 27 wird deutlich länger bestehen bleiben als ursprünglich geplant.

 

„Mit der Verkehrsfreigabe rechnen wir aktuell Mitte Dezember 2025“, teilt das Regierungspräsidium Stuttgart (RP) auf Anfrage mit. Seit August 2024 wird die alte marode Brücke, über die täglich 50 000 Fahrzeuge fahren, durch eine neue ersetzt, ohne Vollsperrung. Jeweils eine Spur in jede Fahrtrichtung wird aufrechterhalten, Staus inklusive.

Ursprüngliches Ende der Arbeiten im Oktober

Ursprünglich war vorgesehen, dass die Arbeiten Ende September 2025 abgeschlossen werden. Schon im Frühjahr sprach das RP von „unvorhersehbaren Problemen mit dem Baugrund hinter den Widerlagern der bisherigen Brücke“. Damals hieß es, dass sich die Fertigstellung um bis zu sechs Wochen verschiebe. Nun also die Bestätigung, dass sich alles noch weiter verschiebt.

Die alte Brücke war so marode, dass Stützen eingesetzt werden mussten. Foto: Simon Granville

Aber was geschieht derzeit auf der Baustelle genau? In den vergangenen Wochen wurde das Traggerüst für den östlichen Überbau aufgebaut sowie die Schal- und Bewehrungsarbeiten ausgeführt. Die Betonierarbeiten wurden vergangene Woche abgeschlossen. Aktuell und in den nächsten beiden Wochen wird laut RP der Überbau ausgeschalt und das Traggerüst demontiert.

Die Kosten für die Brücke belaufen sich auf etwa vier Millionen

Die Kosten für den Neubau der Brücke belaufen sich auf etwa vier Millionen Euro. Diese werden vom Bund getragen, teilt das Regierungspräsidium Stuttgart mit. Eine Besonderheit beim Bau ist, dass der Baufortschritt mittels einer Drohne dokumentiert wird. Das Gerät fliegt vom Dach von Wüstenrot zwei Mal die Woche zur Brücke und macht Fotos, konnte nun aber eine plangerechte Fertigstellung auch nicht garantieren.