Brunnen im Stuttgarter Norden Wasser marsch: Brunnen sprudeln wieder

Von Bernd Zeyer 

Sie plätschern wieder! Seit einigen Tagen sind die Brunnen im Stuttgarter Norden wieder in Betrieb, passend dazu hält der Frühling Einzug. Von den insgesamt 168 Wasserspendern, für die das Tiefbauamt in Stuttgart zuständig ist, befinden sich 23 in den nördlichen Bezirken Zuffenhausen, Feuerbach, Weilimdorf, Stammheim und Botnang.

Auch der Mütterbrunnen vor dem Zuffenhäuser Bezirksrathaus spendet seit einigen Tagen wieder Wasser. Er wurde 1951 gebaut, der Entwurf stammt von Fritz Nuss. Foto: Bernd Zeyer
Auch der Mütterbrunnen vor dem Zuffenhäuser Bezirksrathaus spendet seit einigen Tagen wieder Wasser. Er wurde 1951 gebaut, der Entwurf stammt von Fritz Nuss. Foto: Bernd Zeyer

Stuttgarter Norden - Sie plätschern wieder! Seit einigen Tagen sind die Brunnen im Stuttgarter Norden wieder in Betrieb, passend dazu hält auch der Frühling endlich Einzug. Von den insgesamt 168 Wasserspendern, für die das Tiefbauamt in Stuttgart zuständig ist, befinden sich 23 in den nördlichen Bezirken Zuffenhausen, Feuerbach, Weilimdorf, Stammheim und Botnang. Vergangenes Jahr war die Stadt stuttgartweit noch für 15 Brunnen weniger zuständig. Das liegt nicht etwa daran, dass viele neue Anlagen gebaut wurden sondern daran, dass diese Brunnen bislang von der Netze BW GmbH betrieben worden sind. Sie sind nun in die Verantwortung der Stadt übergegangen. Dazu gehört, als einziger im Norden, auch der Hohe-Warte-Brunnen in Feuerbach.

Zuständig für die Wasserspender ist Brunnenwart Bernd Sauer vom Tiefbauamt. 700 000 Euro haben seine Mitarbeiter und er in diesem Jahr für den Unterhalt zur Verfügung. Was wo wie dringend gemacht werden muss, entscheidet sich nicht selten erst während des laufenden Betriebs. So hatte die Schaltung des Zuffenhäuser Mutterbrunnens einige Tage lang einen Taktfehler, mittlerweile ist das Problem aber behoben. Als einziger Wasserspender im Norden ist der 1983 erbaute Lammbrunnen an der Ludwigsburger Straße außer Betrieb, das ist schon einige Zeit der Fall und wird sich auch so bald nicht ändern. Der Steintrog hat Risse, außerdem sind sowohl die Wasser- als auch die Elektrotechnik marode. Für eine Sanierung, die mehrere Tausend Euro kosten würde, ist kein Geld da. Wieder in Betrieb in dieser Saison ist hingegen das Wasserspiel am Feuerbacher Roser-Areal, wo es vergangenes Jahr einige Frostschäden gegeben hatte.

Die Brunnen werden alle vier Wochen gereinigt

Aus dem Budgettopf wird auch die Reinigung finanziert. Alle vier Wochen werden die Anlagen gesäubert und von Schmutz, Müll und Algen befreit. Außerdem gibt es regelmäßige Sichtkontrollen. Bei starkem Schmutz oder Scherben im Becken rücken die Reinigungstrupps außerplanmäßig an. Laut Sauer ist die Vermüllung nach wie vor ein ernstes Problem. Beispielsweise werfen Kinder, aber auch Erwachsene, allerlei Unrat ins Wasser und machen sich keine Gedanken darüber, dass das zu Beschädigungen führen kann. Und im Wasser des Zuffenhäuser Treppenbrunnens landen öfters Papp-Eisbecher, die Mädchen und Buben dort gerne als Schiffchen fahren lassen.

Gerade größere Anlagen wie der Treppenbrunnen oder das Fontainenfeld in Giebel sind bei den Menschen beliebt. In Giebel, so berichtet Sauer, träfen sich Leute verschiedener Altersklassen, zudem sei die Anlage gerade für Kinder ein großer Spaß. Sauers Lieblingsbrunnen liegt allerdings nicht im Norden: Es ist der Galateabrunnen am Eugensplatz in der Innenstadt. Normalerweise sind die Brunnen in Stuttgart täglich von 8 bis 22 Uhr in Betrieb, eingeschaltet bleiben sie voraussichtlich bis Oktober.

Wer an einem heißen Sommertag seinen Durst mit einem kühlen Schluck Wasser löschen möchte, sollte sehr vorsichtig sein. Die meisten Brunnen tragen nämlich das Schild „Kein Trinkwasser“. Eine der wenigen Ausnahmen im Norden ist der Zuffenhäuser Silcherbrunnen an der Ecke Zahn-Nopper-Straße/Stammheimer Straße.

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