Buch über den US-Präsidenten Die Golf-Tricks des Donald Trump

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Ein an diesem Dienstag erscheinendes Buch beschreibt den US-Präsidenten als chronischen Sportbetrüger. Es gibt offenbar einige Zeugen dafür.

Golf spielt Donald Trump offenbar nach seinen ganz eigenen Regeln. Foto: dpa
Golf spielt Donald Trump offenbar nach seinen ganz eigenen Regeln. Foto: dpa

Washington - Laut einer 2018 veröffentlichten amerikanischen Langzeitstudie, in die Daten von knapp 9000 Teilnehmern eingeflossen sind, wirkt sich Sport stark auf den Charakter des Menschen aus. Selbst leichte körperliche Aktivitäten wie Spaziergehen oder Golfen verändern im der Lauf die Persönlichkeit nachhaltig positiv. Die über 20 Jahre hinweg beobachteten Langzeitsportler haben, so das Ergebnis, ihre Impulse viele besser unter Kontrolle als Sportmuffel, sind verlässlicher, empathischer und fairer.

In der Wissenschaft bestätigt bekanntlich die Ausnahme die Regel. Und in diesem Fall heißt die Ausnahme Donald Trump. Der US-Präsident ist seit Jahrzehnten ein leidenschaftlicher Golfspieler. Sein Hobby scheint der positiven Charakterentwicklung aber eher im Weg zu stehen. Der Sport holt offenbar geradezu das Schlechte aus Donald Trump heraus. Zumindest legt diesen Verdacht ein am Dienstag erscheinendes Buch nahe. „Commander in Cheat: How Golf Explains Trump“ von Rick Reilley beschreibt Trump als einen Golf-Betrüger erster Güte. Der Kolumnist des Magazins „Sports Illustrated“ beruft sich dabei auf prominente Mitspieler, aber auch auf Trainer und Klubmitglieder. „Zu sagen, dass Donald Trump betrügt, ist wie zu sagen, Michael Phelps schwimmt“, heißt es in einem von der BBC vorab veröffentlichten Auszug. So gibt Trump offenbar an, dass sein Handicap, das die Spielstärke eines Golfers ausweist, bei 2,8 liege. Die US-Golf-Legende Jack Nicklaus wäre mit seinen 3,4 damit schlechter als der Präsident. Autor Reilley sagt dazu: „Wenn Trump eine 2,8 hat, dann ist die Queen Stabhochspringerin.“

Bereits vor Jahren hatten sich der Rockmusiker Alice Cooper, der Boxer Oscar de la Hoya und der Schauspieler Samuel L. Jackson über die unfaire Spielweise Trumps beschwert. So berichtete Jackson davon, wie ein Schlag von Trump in einem Teich landete, dieser aber vorgab, den Ball an einer Böschung gefunden zu haben, um so einem Strafschlag zu entgehen.

Die Golf-Erfahrungen haben bei Donald Trump möglicherweise zu der nicht wissenschaftskonformen Erkenntnis geführt, dass man mit Betrügereien durchkommen kann; und der ein Idiot ist, der ehrlich handelt.