Bürgerbeteiligung in Stuttgart-Dürrlewang Die Jugend will klettern

Bei der Eröffnung des Stadtteilbüros im Rahmen der Sozialen Stadt konnten die Dürrlewanger erste Wünsche für ihren Stadtteil äußern. Foto: Alexandra Kratz
Bei der Eröffnung des Stadtteilbüros im Rahmen der Sozialen Stadt konnten die Dürrlewanger erste Wünsche für ihren Stadtteil äußern. Foto: Alexandra Kratz

Kinder und Jugendliche wurden gefragt, was sie sich für Dürrlewang wünschen. Nun liegen die Ergebnisse der Jugendbeteiligung vor.

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Dürrlewang - Die Gemeinschaft, die Zeit mit Freunden zu verbringen, ist wichtiger als zu zocken – das ergab die Befragung von knapp 100 Kindern und Jugendlichen im Rahmen der Sozialen Stadt Stuttgart-Dürrlewang. Seit Oktober 2016 wurden die jungen Bewohner des Stadtteils mithilfe von Fragebögen nach ihrer Freizeit befragt. Grundsätzlich verbringen sie ihre Freizeit mit Freunden und ihrer Familie, treiben Sport oder sind in Vereinen engagiert.

Spielplätze sind der beliebteste Ort, an dem die Dürrlewanger Kinder und Jugendlichen sich aufhalten, noch vor dem Sportverein, dem Wald oder dem Bolzplatz. Während der Spielplatz an der Ladenstraße bei fast jedem Kind bekannt ist, kennen nur 62 Prozent der jungen Dürrlewanger den Bolzplatz am Schwarzbach. Trotzdem geben 28 Kinder an, sich einen Bolzplatz als Freizeitmöglichkeit zu wünschen. Der Jugendrat Stuttgart-Vaihingen möchte deshalb den vorhandenen Bolzplatz bekannter machen. Auch soll die Qualität des Platzes überprüft werden. Bezirksvorsteher Wolfgang Meinhardt sieht an dieser Stelle Handlungsbedarf: „Wir müssen noch stärker zeigen, welche Möglichkeiten vor Ort bestehen, und über Verbesserungen diskutieren.“ Auch die Bücherwürmer sind in Dürrlewang nicht ausgestorben. Neben der Möglichkeit, neue Sportarten zu lernen, fehlt den Kindern ein Büchertauschregal. Außerdem fordern sie einen Jugendtreff und mehr Möglichkeiten, Instrumente zu lernen.

Kinder wünschen sich Schaukeln und einen Kletterturm

Wenn sie etwas an den Spielmöglichkeiten vor Ort verändern könnten, fordert die Mehrheit Schaukeln und insbesondere mehr Klettermöglichkeiten. Ein Kletterparcour oder -Turm führt die Liste der gewünschten neuen Freizeitmöglichkeiten an. „Noch steht nicht fest, ob man das Geld dafür einsetzen kann“, sagt Meinhardt dazu. Grundsätzlich jedoch findet er es wichtig, die Jugend zu befragen: „Die Ergebnisse werden auf jeden Fall in den kommenden Planungen für die Stadt Dürrlewang berücksichtigt.“

Die Ergebnisse der Befragung wurden bei der letzten Sitzung des Vaihinger Jugendrats vorgestellt und sind Teil des Projekts „Soziale Stadt Dürrlewang“. Ziel des Projekts ist es, mithilfe von Fördermitteln den Stadtteil im Dialog mit den Bürgern zu verschönern.




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