Am 6. Februar können sich Bürgerinnen und Bürger in Ehningen vor dem Bürgerentscheid im März umfassend über die Zukunft des Meissnerhauses informieren.

Böblingen: Veronika Andreas (va)

Wie geht es mit dem Meissnerhaus weiter? Diese Frage steht im Mittelpunkt eines öffentlichen Informationsabends der Gemeinde Ehningen am Freitag, 6. Februar. Von 17 bis 19 Uhr sind alle Bürgerinnen und Bürger in die Turn- und Festhalle eingeladen, sich umfassend über die unterschiedlichen Positionen zum geplanten Bürgerentscheid am Sonntag, 8. März zu informieren. Befürworter und Gegner eines möglichen Abrisses stellen an diesem Abend ihre Argumente vor. Das Ziel ist es, den Wählerinnen und Wählern vor der Abstimmung eine fundierte Entscheidungsgrundlage zu bieten und die verschiedenen Sichtweisen transparent darzustellen.

 

Nach den Präsentationen haben die Besucher die Möglichkeit, Fragen zu stellen und mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen. Ehningen möchte mit dieser Veranstaltung zu Transparenz, sachlichem Austausch und einer fundierten Meinungsbildung beitragen, heißt es in der Ankündigung der Gemeinde.

Jahrelanges Ringen um Meissnerhaus

Das Meissnerhaus in Ehningen, gelegen an der Königstraße 27, ist ein historisches Gebäude, das seit 2008 im Besitz der Gemeinde ist und derzeit leer steht. Im Oktober 2025 beschloss der Gemeinderat mehrheitlich den Abriss des Gebäudes, hauptsächlich aus finanziellen Gründen. Doch die Initiative „Lebendige Ortsmitte Ehningen“ setzt sich für den Erhalt und die Sanierung des Meissnerhauses ein und sammelte Unterschriften für ein Bürgerbegehren, um den Abriss zu verhindern. Die Bürgerinitiative schlägt eine Sanierung vor, die im Erdgeschoss und Keller Gastronomie (Weinhandlung/Kaffeerösterei), im Obergeschoss Praxisräume und im Dachgeschoss Büros oder Wohnungen vorsieht. Sie argumentiert, dass die Sanierung wirtschaftlich tragfähig sei und die Ortsmitte beleben würde.