Bürgergarten Rommelshausen Die „Freundschaft“ hat ihren Platz gefunden

Die   Partnerschafts-Stele schmückt den Bürgergarten in Rommelshausen. Foto: Gottfried Stoppel
Die Partnerschafts-Stele schmückt den Bürgergarten in Rommelshausen. Foto: Gottfried Stoppel

Schon 2007 ist sie von Künstler Sándor Ambrus an Kernen überreicht worden, nun steht die Partnerschafts-Stele aus dem ungarischen Dombóvár im Bürgergarten beim Rathaus Rommelshausen.

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Kernen - Es hat seine Zeit gedauert, bis die deutsch-ungarische Freundschafts-Skulptur im Bürgergarten Rommelhausen nun ihren endgültigen Platz gefunden hat. Drei Jahre, so berichtete jetzt Albert Takats von der Partnerschaftsgesellschaft Kernen-Dombóvár bei der Einweihung im kleinen Kreis, habe es letztlich gedauert, bis sie samt steinerner Stele und mehrsprachiger Erläuterungsplakette an ihrem endgültige Standort im Bürgergarten in Rommelhausen verankert wurde. Einige Bedenken habe man da zunächst ausräumen müssen, bis hin zur Furcht vor Vandalismus. Endlich stehe die Skulptur dank der Unterstützung durch Spenden und Handwerker, sagte Takats. Und sie stehe nach einem letzten handwerklichen Eingriff nun auch richtig herum – mit dem „Gesicht“ zum Betrachter.

2007 vom Künstler selbst überreicht

Die Skulptur namens „Barátsag - Freundschaft“ hat der Künstler Sándor Ambrus bereits im Jahr 2007 anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft Kernen-Dombóvár überreicht. Ambrus ist 1959 in Odorhellen (Székelyudvarhely) in Siebenbürgen geboren, weshalb nun die Erläuterungen zu Kunstwerk und deutsch-ungarischer Partnerschaft auch in rumänischer Sprache zu lesen sind. Sein Urgroßvater und Großvater waren Steinmetze. Er selbst wählte früh die Bildhauerkarriere. 1978 bis 1983 studierte er Bildhauerei und Design an der Ion Andreescu Universität der Schönen Künste in Klausenburg (Kolozsvár). Später arbeitete er als Schaufensterdesigner, Steinmetz und schließlich als Schmuckdesigner in einer Goldschmiedewerkstatt.

Nach seinen künstlerischen Wanderjahren begann er in einem gemieteten Atelier in Klausenburg mit der Bildhauerei. Nebenbei führte Ambrus ungarische Touristengruppen durch Siebenbürgen. Bei einer dieser Führungen lernte er den Leiter der Galerie Dombóvár, Ferenc Severin, kennen und zog 1989 nach Ungarn, wo in Dombóvár auch seine Tochter geboren wurde. Dort fertigte er maßgefertigten Schmuck und Kleinskulpturen an. Gemeinsam mit Ferenc Severin kaufte er in Csikóstöttös einen Hügel mit wunderbarem Panorama, den sie „Két Úr Kertje“ – „Garten Zweier Herren“ tauften. Auf jenem Hügel von Csikóstöttös stehen heute noch diverse Skulpturen des Künstlers.

Atelier in einer einstigen Marmeladenfabrik

Ambrus’ künstlerisches Werk, das vor allem in einer zum Atelier umfunktionierten früheren Marmeladenfabrik in Dombóvár entstand, umfasst unter anderem den „Drachentöter Sankt Georg“, das Werk „Für Mihály Hanulyák“, einen blumenliebenden Bezirksbeamten, den in Gunaras-Dombóvár stehenden „Badenden Ganter“ oder „Merengö“, die Träumende. Außerdem gestaltete Ambrus Bühnenbilder für das Nationale Tanzensemble.

Die Erstunterzeichnung der Partnerschaftsurkunde zwischen Kernen und Dombóvár – Kernens jüngster Partnerschaft – fand vor 30 Jahren Anfang April 1991 in Dombóvár statt, die Gegenzeichnung im April 1992 in Kernen. Die Kernener Partnerschaftsgesellschaft wurde im Oktober 1995 ins Leben gerufen, deren Pendant in Dombóvár ein Jahr später.




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