Bürgerhaushalt S-West Keine Unterstützung für Hundetoiletten

Der Bezirksbeirat diskutiert 20 Anträge aus dem Bürgerhaushalt und befürwortet die meisten – nicht jedoch eingezäunte Grünflächen als öffentliche Hundetoiletten, die von der Stadtreinigung sauber gehalten werden.

Lokales: Sybille Neth (sne)

S-West - Kaum ein Vorschlag im Bürgerhaushalt, der vom Bezirksbeirat nicht unterstützt wird. Dies gilt für die 20 Punkte, die sich das Gremium auf Anregung der Fraktionen in seiner Sitzung von den insgesamt 169 eingegangenen Bürgeranträgen zur Bewertung vorgeknöpft hatte. Zahlreiche Vorschläge unterstützt der Bezirksbeirat, weil sie ohnehin seine eigenen Beschlüsse widerspiegeln oder das betreffende Thema den Bezirksbeiräten selbst unter den Nägeln brennt.

So zum Beispiel die Rolltreppe an der Schwabstraße, die häufig kaputt ist. „Sie ist Eigentum der Bahn und der Bezirksbeirat mahnt diese immer wieder, die Rolltreppe dauerhaft zu reparieren“, erklärte der Bezirksvorsteher Reinhard Möhrle. Die Forderung nach bezahlbarem Wohnraum auf dem Olga-Areal wird ebenfalls unterstützt. Die Hälfte soll öffentlich gefördert werden. „Das Vergabeverfahren läuft“, so der Bezirksvorsteher. Die Umgestaltung des Feuersees ist ein Dauerbrenner im Gremium. Gerade wurden weitere Mittel für die Neugestaltung des Ost-und Westufers aus Mitteln der Stadterneurungspauschale bewilligt. Auch die Erweiterung der Flüchtlingsunterkunft in der Forststraße durch die Nutzung des Anbaus für verschiedene Aktivitäten wie zum Beispiel die Hausaufgabenhilfe ist bereits vom Bezirksbeirat beschlossen.

Radweg an der Silberburgstraße wird unterstützt

Unterstützt werden die Bürger-Forderungen nach dem raschen Ersatz von entfernten, baufälligen Spielgeräten auf verschiedenen Spielplätzen, sowie zusätzlicher Sitzmöglichkeiten zum Verschnaufen für Senioren sowie mehrere Forderungen nach mehr Grün im Westen. Auch der Wunsch einer Reaktivierung des Westbahnhofs nicht nur für die Gäubahn, sondern für künftige S-Bahn und SSB-Nutzungen trifft beim Bezirksbeirat auf Gegenliebe. Für mehr Sicherheit von Radfahrern an der Schwabstraße wurde auf Initiative des Bezirksbeirats eine Arbeitsgruppe zusammengerufen. Einen Radweg an der Schwabstraße werde es nicht geben, aber es werde ein Tempolimit geprüft, gab Möhrle bekannt. Ein durchgehender Fahrradweg an der Silberburgstraße wird unterstützt, ebenso wie die Sanierung des holprigen Radwegs entlang der Kräherwaldstraße und der Wunsch an der Doggenburg Richtung Vaihingen einen zweispurigen Radweg zu schaffen. Für nicht sinnvoll betrachten die Bezirksbeiräte dagegen die Forderung nach einem Radweg an der Rotebühlstraße. Es gebe hier ausreichend alternative Strecken.

Nicht unterstützt wird vom Bezirksbeirat auch der Vorschlag, die Grünflächen vor der Markthalle am Vogelsang zu sichern. Der Bebauungsplan im Zuge der geplanten Wohnbebauung ist beschlossene Sache und bindend. Ein Bürger wünscht – wie in anderen Städten teilweise üblich – eingezäunte Grünflächen als öffentliche Hundetoiletten, die von der Stadtreinigung sauber gehalten werden. Die Bezirksbeiräte sind der Meinung, dass Besitzer von Vierbeinern deren Hinterlassenschaften auf öffentlichem Grün selbst entfernen sollen. Dafür sollen weitere sogenannte Hunde-Tütenspender aufgestellt werden.

Prüfen will der Bezirksbeirat den Vorschlag, sonntags einige Ampeln in der Rotebühlstraße abzuschalten. Ebenfalls geprüft werden soll der Vorschlag, den Aufgang zur Karlshöhe nachts zu beleuchten. Dies sei grundsätzlichen wegen des Schutzes der Insekten problematisch, aber eine Alternative wäre die Installation von insektenfreundlichen, teureren Lampen.




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