Ralf Zimmermann bleibt Bürgermeister von Großbottwar (Kreis Ludwigsburg). Er war bei der Wahl der einzige Kandidat.

Ludwigsburg: Sandra Lesacher (sl)

Ralf Zimmermann ist am Sonntag zum Großbottwarer Bürgermeister gewählt worden. Das ist wenig überraschend, war der 44-Jährige doch der einzige Kandidat, der sich zur Wahl gestellt hatte. Es wird seine dritte Amtszeit als Bürgermeister in Großbottwar sein.

 

Zimmermann erhielt 93 Prozent der abgegebenen Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei 26,3 Prozent – und damit in etwa in der Mitte von dem, was in der Konstellation üblich ist. „Unter 20 Prozent wäre eine Katastrophe“, sagte der alte und neue Bürgermeister, mehr als 30 wäre sensationell.

Freude und Dankbarkeit

Die Freude bei Ralf Zimmermann ist groß, die Dankbarkeit ebenso, betont er. Er hat „ganz normal“ Wahlkampf gemacht, hat plakatiert, einen Flyer an alle Haushalte verteilt, die sozialen Medien bespielt. Auch wenn er der einzige Kandidat war, „war es mir wichtig zu zeigen, dass Wahl ist und ich das nicht als selbstverständlich wahrnehme“, so Zimmermann.

Auch bei seiner dritten Wahl will Ralf Zimmermann nicht von Routine sprechen. „Ich hatte auch jetzt wieder weiche Knie, eine Wahl ist eine Wahl.“ Die Situation bei seiner ersten Kandidatur vor 16 Jahren war freilich eine komplett andere.

Nachdem der langjährige Großbottwarer Bürgermeister Rainer Gerhäusser 2009 aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr angetreten war, bewarben sich drei Männer und eine Frau um seine Nachfolge: Der Kaufmann Bertold Schneider vom örtlichen Roten Kreuz, die Marbacher Volkswirtin Christiane Scheuing-Bartelmess, der Stuttgarter Musikpädagoge Ulrich Raisch sowie eben Ralf Zimmermann.

Sieg im ersten Wahlgang

Letzterer, damals 28 Jahre alt und Hauptamtsleiter in Münsingen, holte sich bereits im ersten Wahlgang die Mehrheit mit 52,8 Prozent der Stimmen. Nach seinem Wahlsieg sprach er von einem „großen Vertrauensvorschuss“, bei seiner Wiederwahl acht Jahre später von einem „großen Vertrauensbeweis“. Damals hatte außer Zimmermann nur noch der Dauerkandidat Raisch seinen Hut in den Ring geworfen.