Bürgermeisterwahl in Hildrizhausen Wahlbeteiligung sorgt für Stirnrunzeln – Fehler zügig korrigiert

, aktualisiert am 18.05.2026 - 16:08 Uhr
Wahlsieger Jan-Benedikt Thoma und seine Frau Carlotta verfolgen am Wahlabend die Auszählung der Stimmen. Foto: Stefanie Schlecht

Aufregung am Wahlabend: Die Beteiligung bei der Bürgermeisterwahl in Hildrizhausen lag am Sonntag zunächst verdächtig niedrig. Schuld war ein Fehler bei Komm.One.

Böblingen: Julia Theermann (the)

Kann es sein, dass wirklich nur jeder fünfte Wahlberechtigte bei der Bürgermeisterwahl in Hildrizhausen seine Stimme abgegeben hat? Aber wie ist es dann zu erklären, dass sich bei knapp 3600 Einwohnern 1451 Wähler für Jan Thoma entschieden haben? Diese Unstimmigkeit war am Sonntag während der öffentlichen Auszählung der Stimmen im Schönbuchsaal immer wieder Gesprächsthema.

 

Stirnrunzeln beim Blick auf die Wahlbeteiligung in Hildrizhausen

Mit einem Beamer hatte die Verwaltung die Webseite des Wahlergebniserfassungssystems Komm.One an die Wand projiziert. Die rund 200 Anwesenden konnten die Auszählung, die neben dem Schönbuchsaal auch noch im Rathaus stattfand, so nahezu in Echtzeit verfolgen. Als fast alle Stimmen ausgezählt waren, hing die Wahlbeteiligung immer noch bei 21,7 Prozent fest.

Neben Jan Thoma hatte auch Isabella Weinhardt kandidiert. Foto: Stefanie Schlecht

Ein Blick auf die Zahl der Wahlberechtigten verriet, wo sich der Fehlerteufel eingeschlichen hatte. Bei Komm.One waren nämlich mehr als 5600 potenzielle Wähler hinterlegt – Hildrizhausen hat aber tatsächlich nur 2880 Wahlberechtigte.

„Wir gehen davon aus, dass es ein systemseitiges Problem war, wodurch zeitweise eine fehlerhafte Zahl an Wahlberechtigten angezeigt wurde“, sagt der Leiter des Haupt- und Personalamts von Hildrizhausen, Julian Jassmann. Innerhalb kürzester Zeit sei das Problem behoben worden. „Auf das amtliche Wahlergebnis hatte dies keinen Einfluss.“

Wahlbeteiligung wurde korrigiert

Tatsächlich wurde die Wahlbeteiligung im Verlauf des Wahlabends auf 54 Prozent nach oben korrigiert. 604 Briefwählerinnen und Briefwähler sowie 950 Wählende an den Wahlurnen haben in der 3600-Seelen-Gemeinde einen neuen Bürgermeister bestimmt. Der 32-jährige Jan Thoma setzte sich mit 94,2 Prozent klar gegen Mitbewerberin Isabella Weinhardt (5,1 Prozent) durch. Es gab zehn Stimmabgaben für andere, nicht auf dem Wahlzettel aufgeführte Personen.

Das Wahlergebnis ist noch am Wahlabend durch den kommunalen Wahlausschuss bestätigt worden, wie Hauptamtsleiter Jassmann mitteilt.

 Der amtierende Bürgermeister Matthias Schöck war bei der Wahl nicht angetreten. Er bleibt bis Ende Juli im Amt, dann soll sein Nachfolger übernehmen.

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