Bürgermeisterwahl in Oberriexingen Kämmerer wird Bürgermeister

Von Julian Illi 

Frank Wittendorfer, der derzeit die Finanzen der Stadt regelt, wird vom 1. Oktober an neuer Rathauschef. Mit rund 70 Prozent der Stimmen fiel sein Sieg deutlich aus.

Rund 65 Prozent der Oberriexinger gingen am Sonntag zur Wahl. Foto: Pascal Thiel
Rund 65 Prozent der Oberriexinger gingen am Sonntag zur Wahl. Foto: Pascal Thiel

Oberriexingen - Der neue Bürgermeister in Oberriexingen ist ein alter Bekannter im Rathaus: Frank Wittendorfer, der Kämmerer der Stadt, erreichte gleich im ersten Wahlgang am Sonntag 69,8 Prozent der abgegebenen Stimmen und wird damit Nachfolger von Werner Somlai, der aus Altersgründen nicht mehr antrat.

Der 34-jährige Wittendorfer arbeitet seit acht Jahren im Oberriexinger Rathaus, seit 2013 ist er zudem Geschäftsführer der örtlichen Stadtwerke. Zuvor war er bei der Stadt Kornwestheim als Sachbearbeiter in der Kämmerei tätig. Der Diplom-Verwaltungswirt lebt mit seiner Frau und zwei kleinen Kindern in seiner Heimatstadt Bietigheim-Bissingen.

Bei der Wahl setzte sich Wittendorfer gegen gleich fünf Konkurrenten durch. Auf Platz zwei kam Thomas Hanisch. Der Verwaltungsbeamte aus Illingen (Enzkreis), der im Ludwigsburger Landratsamt arbeitet, landete gleichwohl deutlich abgeschlagen hinter Wittendorfer. Auf den 52-Jährigen entfielen gut 18 Prozent der Stimmen. Die Physiotherapeutin Beate Fetzer, Gemeinderätin der Freien Liste Frauen in Oberriexingen und Stimmenkönigin bei der vergangenen Kommunalwahl, landete mit knapp zehn Prozent auf Platz drei.

Der Neue tritt sein Amt am 1. Oktober an

Enttäuschend dürfte der Wahlabend für die übrigen drei Bewerber gewesen sein. Auf den Oberriexinger KfZ-Mechaniker Ralph Bechtle, der auch für einen ortsansässigen Sicherheitsdienst tätig ist, entfielen gerade einmal 1,1 Prozent der Stimmen. Ulrike Sturm, Grünen-Stadträtin in Backnang und Verwaltungsfachangestellte im Jobcenter, erreichte nur 0,7 Prozent. Ganze sechs Stimmen oder 0,3 Prozent schaffte der Stuttgarter Pädagoge und Kandidat bei vielen Bürgermeisterwahlen in der Region, Ulrich Raisch. Eine Stimme entfiel auf den bisherigen Rathauschef Werner Somlai – obwohl dessen Name gar nicht auf dem Wahlzettel stand.

Das starke Bewerberfeld lockte am Sonntag viele Wähler an die Urne. So war die Wahlbeteiligung in der mit rund 3100 Einwohnern kleinsten Stadt im Landkreis hoch: 1721 Stimmen zählten die Wahlhelfer, das entspricht einer Quote von 65 Prozent. Der neue Bürgermeister Frank Wittendorfer tritt sein Amt am 1. Oktober an.