Büros in Stuttgart-Vaihingen Umbau des Gewerbegebiets schreitet voran

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Die Entwicklung des Areals zwischen Ruppmannstraße, Industriestraße und Wallgraben liegt im Zeitplan. Der Buchgroßhändler KNV etwa soll Mitte 2016 umziehen.

Der Rohbau der neuen KNV-Zentrale ist fast fertig. Weitere Bürogebäude sollen folgen. Foto: Rüdiger Ott
Der Rohbau der neuen KNV-Zentrale ist fast fertig. Weitere Bürogebäude sollen folgen. Foto: Rüdiger Ott

Vaihingen - Stockwerk um Stockwerk wächst an der Industriestraße im Vaihinger Gewerbegebiet die neue Zentrale des Buchgroßhändlers KNV in die Höhe. Zwei der drei Blöcke haben bereits die sechste und damit letzte Etage erreicht. Alles liegt im Zeitplan, sagt Alex Ramsperger vom Immobilienentwickler Blue Estate. Das Vaihinger Unternehmen „wird voraussichtlich Mitte 2016 umziehen“, sagt er. Die KNV-Zentrale ist derzeit einige hundert Meter weiter im Osten beheimatet, in einem alten Gebäude, das irgendwann ebenfalls neuen Büros weichen soll.

Die Rochade ist, wie mehrfach berichtet, Teil eines groß angelegten Umbaus des Gewerbegebiets. 2013 übernahm ein Investor das 80 000 Quadratmeter große KNV-Firmengelände. Das Stuttgarter Traditionsunternehmen hat seitdem seine Logistik nach Erfurt verlegt. Die Zentrale mit mehreren hundert Mitarbeitern verbleibt in Vaihingen, wird aber in den Neubau verlagert, der derzeit gebaut wird und in dem KNV künftig nur noch Mieter sein wird. Die übrige Fläche soll nach und nach mit weiteren Bürogebäuden bebaut werden. Insgesamt könnten dadurch in Vaihingen zusätzlich 1500 Arbeitsplätze entstehen.

Noch stehen die Mieter nicht endgültig fest

Als nächstes soll westlich der neuen KNV-Zentrale, an der Ecke Industrie- und Ruppmannstraße, ein Komplex entstehen. Das Baufeld ist bereits geräumt, bald sollen sich auch dort die Kräne drehen. Wann genau, will Ramsperger nicht sagen. „Es gibt viele Gespräche mit Interessenten“, sagt der Blue-Estate-Geschäftsführer. Es müsse noch festgelegt werden, wie viele große und kleine Mieter einziehen werden, um bereits im Vorfeld die Aufteilung im Innern entsprechend planen zu können. „Wir spielen mehrere Varianten durch“, sagt er. Jedenfalls, so versichert Ramsperger, sei die Nachfrage groß und das Vorhaben gerate nicht ins Stocken.

Weiter östlich, in Richtung Ecke Industriestraße und Wallgraben, sind die dereinst vom Elektronikkonzern Kautt und Bux gebauten und später von KNV übernommenen Gebäude bereits leer geräumt. Hinter den Eisentoren sammelt sich das Laub, in den Innenhöfen bricht das Gras durch den Asphalt. „Der Abbruch soll im Frühjahr 2016 beginnen und bis Mitte 2016 abgeschlossen sein“, sagt Ramsperger.

Der größte Baustelle kommt erst noch

Die dortige Fläche ist übrigens um ein Vielfaches größer. Wie hoch dort gebaut wird und wie dicht, ist unklar. Details will Ramsperger nicht nennen. Auch eine Baugenehmigung wurde noch nicht beantragt. Aber ein Blick auf die Karte zeigt, dass das Areal in etwa dreimal so groß ist wie jenes, das derzeit in westlicher Richtung zur Ruppmannstraße hin entwickelt wird. Somit dürften sich dort dann auch weitaus mehr Kräne drehen.

Doch selbst dann soll noch nicht Schluss sein. Der letzte Bauabschnitt befindet sich räumlich getrennt auf der anderen Seite des Wallgrabens, in Richtung der SSB-Zentrale. „Mit der Planung wird jetzt begonnen“, sagt Ramsperger. Der letzte Abschnitt ist es deswegen, weil dort derzeit noch die KNV-Zentrale untergebracht ist. Und die Mitarbeiter des Buchgroßhändlers werden ja erst von Mitte 2016 an umziehen, wenn alles nach Plan verläuft.

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