Bundesliga Bochum feiert gegen Mainz ersten Bundesliga-Sieg seit Februar 2010

Bochumer Fans hatten einen Tag vor dem Spiel die Zufahrtsstraßen zum Stadion mit hunderten blau-weißen Dreiecksfähnchen beflaggt. Foto: imago images/Picture Point/Sven Sonntag via www.imago-images.de
Bochumer Fans hatten einen Tag vor dem Spiel die Zufahrtsstraßen zum Stadion mit hunderten blau-weißen Dreiecksfähnchen beflaggt. Foto: imago images/Picture Point/Sven Sonntag via www.imago-images.de

Nach über 4000 Tagen hat der VfL Bochum den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Der Aufsteiger gewann am Samstag das Heimspiel gegen Leipzig-Bezwinger FSV Mainz 05 mit 2:0 (1:0).

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Bochum - Der VfL Bochum hat nach über 4000 Tagen den ersten Sieg in der Fußball-Bundesliga gefeiert. Der Aufsteiger gewann am Samstag das Heimspiel gegen Leipzig-Bezwinger FSV Mainz 05 mit 2:0 (1:0) und belohnte sich nach dem 0:1 in Wolfsburg zum Saisonauftakt mit den ersten drei Punkten.

Die Tore zum ersten Bundesliga-Sieg seit dem 2:1 gegen TSG Hoffenheim am 13. Februar 2010 erzielten Gerrit Holtmann nach einem spektakulären Solo (21. Minute) und der erst eine Woche zuvor verpflichteten Sebastian Polter (56.). Für Mainz war die erste Pleite im siebten Bundesliga-Duell mit Bochum eine Ernüchterung nach dem 1:0 gegen RB Leipzig. 

Hunderte blau-weiße Dreiecksfähnchen

Bochumer Fans hatten einen Tag vor dem Spiel die Zufahrtsstraßen zum Stadion mit hunderten blau-weißen Dreiecksfähnchen beflaggt. Im Stadion herrschte bei den Bochumer Anhängern unter den 12 548  Zuschauern im nicht ganz ausverkauften Stadion (13 500 erlaubt) Schützenfeststimmung, die Herbert-Grönemeyer-Hymne Bochum wurde aus vollen Kehlen geschmettert. 

Die Gastgeber belohnten ihre Anhänger mit einem tollen Auftritt von Beginn an. Holtmann, einer von vier Neuen in der Startelf, sorgte für das Highlight, als er Mitte der gegnerischen Hälfte sein Tänzchen zum Tor startet. Fünf Gegenspieler ließ er geschickt stehen, war plötzlich alleine vor Mainz-Keeper Zentner und tunnelte diesen zur Führung.

Mainz erst kurz vor Pause erstmals gefährlich

Der ohrenbetäubende Jubel war kaum verklungen, als Simon Zoller nach einer Ecke von Milos Pantovic per Volleyschuss zum vermeintlichen 2:0 traf (30.). Der Videoassistent signalisierte Schiedsrichter Patrick Ittrich (Hamburg), dass bei der Ballannahme eine Handberührung dabei war - das Tor wurde richtigerweise nicht anerkannt.

Die Gäste aus Mainz wurden erst kurz vor der Pause erstmals richtig gefährlich. Niklas Tauer scheiterte nach einem Bochumer Fehler im Strafraum alleinstehend an Bochums Torhüter Manuel Riemann (42.). Zur zweiten Hälfte brachte Mainz-Trainer in Jeremiah St. Juste, Jean-Paul Boetius und Dominik Kohr drei der sechs Spieler, die kurzfristig aus der Quarantäne in den Kader gerückt waren. Doch in die ersten erfolglosen Bemühungen der Gäste hinein fiel das 2:0 durch Polter, der nach einer Flanke von Simon Zoller in die lange Ecke köpfte.

Bo Svensson zog danach die weiteren personellen Optionen mit EM-Teilnehmer Adam Szalai und Kevin Stöger, zuletzt ebenfalls in Quarantäne. Die beiden hatten nacheinander die Riesenmöglichkeit zum Anschluss, doch Stöger scheiterte zuerst am überragenden Bochumer Keeper Riemann, und Szalai verfehlte haarscharf das Tor (beides 80.). Ansonsten warfen sich die VfL-Spieler erfolgreich mit Verve in jede Aktion der Gäste.




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