Bundesligasaison 1974/75 Diese Männer stiegen mit dem VfB Stuttgart ab

Von Henrik Lerch 

Was wir nie wieder erleben wollen: 1975 stiegen Ohlicher, Ettmayer und Co. ab in Liga zwei.

Hermann Ohlicher machte in der Abstiegssaison 1974/75 alle 34 Saisonspiele für den VfB. Dem damals 24-jährigen Stürmer gelangen sogar 17 Tore, mit denen er in der Torjägerliste hinter Jupp Heynckes (Gladbach), Dieter (Köln) und Gerd Müller (Bayern), Roland Sandberg (Lautern), Manni Burgsmüller (Essen) und Allan Simonsen (Gladbach) auf Platz sieben landete - doch auch Ohlichers Buden bewahrten den VfB nicht vor dem Abstieg.Hier die weiteren VfB-Spieler der Saison 1974/75: Foto: Pressefoto Baumann 25 Bilder
Hermann Ohlicher machte in der Abstiegssaison 1974/75 alle 34 Saisonspiele für den VfB. Dem damals 24-jährigen Stürmer gelangen sogar 17 Tore, mit denen er in der Torjägerliste hinter Jupp Heynckes (Gladbach), Dieter (Köln) und Gerd Müller (Bayern), Roland Sandberg (Lautern), Manni Burgsmüller (Essen) und Allan Simonsen (Gladbach) auf Platz sieben landete - doch auch Ohlichers Buden bewahrten den VfB nicht vor dem Abstieg.

Hier die weiteren VfB-Spieler der Saison 1974/75:

Foto: Pressefoto Baumann

Stuttgart - Borussia Mönchengladbach hatte sich neben der Deutschen Meisterschaft auch den Uefa-Cup geholt, Gladbachs Trainer Hennes Weisweiler war den Lockrufen vom FC Barcelona erlegen, die Bayern gewannen den Europapokal der Landesmeister - die Fußballsaison 1974/75 bescherte dem deutschen Fußball kurz nach dem WM-Triumph im eigenen Land erneut ein beeindruckend erfolgreiches Jahr.

Wer allerdings so überhaupt nichts zu lachen hatte, waren die Spieler und Fans des VfB Stuttgart: Der VfB, im Vorjahr noch Bundesliga-Neunter und Uefa-Cup-Halbfinalist, landete nach einer Katastrophensaison nur auf dem 16. Platz und stieg damit in die 2. Liga ab. Zum ersten - und bislang auch einzigen - Mal in der Vereinsgeschichte.

Mit Ohlicher, Entenmann und Coordes

Gerhard Mayer-Vorfelder war als Präsident beim VfB eingestiegen, als der auf einem Abstiegsplatz stand - kurz darauf aber fand sich der Verein in Liga zwei wieder. Zum damaligen Kader gehörten unter anderem Hermann Ohlicher, der in seiner Karriere über 120 Tore für den VfB schoss, sowie die späteren VfB-Trainer Willi Entenmann und Egon Coordes.

In der Saison 1975/76 folgte dann die schlechteste Saison aller Zeiten, der VfB belegte am Ende nur Zweitligarang elf. Im Sommer 1977 folgte aber der Aufstieg zurück in die Bundesliga und 33 insgesamt recht erfolgreiche nationale Spielzeiten mit drei Meistertiteln (1984, 1992, 2007), zwei Vize-Meisterschaften (1979, 2003) und einem Pokalsieg (1997).

2001 hat sich der Klub eben noch gerettet

Seit der Bundesliga-Rückkehr schnitt der VfB am Saisonende nur einmal schlechter als Rang zwölf ab: In der Spielzeit 2000/01 rettete er sich als 15. so eben vor dem Abstieg.

Somit blieb es bei bislang zwei Saisons in Liga zwei und durch die jüngsten drei Erfolge in Frankfurt (2:0), gegen Schalke (1:0) und beim FC St. Pauli (2:1) schaut es auch danach aus, als ob das aktuelle Team mit Tasci, Träsch, Cacau und Co. 2010/11 den Klassenerhalt in der Bundesliga schaffen könnte. Die Schmach, Nachfolger des VfB-Teams 1974/75 zu werden, bliebe ihnen somit erspart.

Wer genau vor 36 Jahren zum Abstiegskader der Stuttgarter gehörte und wer wieviele Saisoneinsätze hatte und -tore schoss, haben wir aufgeführt - klicken Sie sich durch unsere Bildergalerie.