Stuttgart - Attacke pariert – die langjährige Bundestagsabgeordnete Karin Maag hat sich die Nominierung für die nächste Bundestagswahl sichern können, aber wirklich nur mit einiger Mühe. Die Sache schien sogar lang auf der Kippe zu stehen, besonders wenn man den manchmal lebhafteren Applaus für ihren Herausforderer Maximilian Mörseburg bedachte.
Dabei hätte für die Kreispartei eigentlich doch alles von vornherein ziemlich klar sein müssen. Denn in einer Phase der Hochkonjunktur für Gesundheitsthemen die gesundheitspolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion in die Wüste zu schicken, wäre ziemlich unvernünftig gewesen. Zumal sich Maag nicht erkennbar etwas zuschulden kommen ließ und schon öfters bewiesen hat, dass sie in dem Wahlkreis das Direktmandat holen kann.
Die Zuspitzung lag wohl eher an der Lust mancher konservativer Zirkel an Machtproben. Daher dürfte Mörseburg gegen Maag in Stellung gebracht worden sein. Die Mobilisierung für ihn war letztlich nicht erfolgreich, aber effektvoll. Ehrgeiz hat er auch. Manche Parteifreunde spotten, dass er möglich schnell vom Kreißsaal über den Hörsaal in den Plenarsaal wolle. Dass die Partei dennoch Maag stützte, ist schon richtig. Denn Mörseburg redete zwar viel vom Markenwert der CDU und von neuen Konzepten für die Zukunft und die Jugend. Was sein Konzept ist, blieb aber äußerst vage.
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