Die CDU-Bundestagsabgeordnete und stellvertretende Generalsekretärin ihrer Partei, Christina Stumpp, kann im kommenden Jahr das Projekt angehen, ihr Direktmandat über den Wahlkreis Waiblingen zu verteidigen. Fast 92 Prozent der anwesenden Mitglieder des Kreisverbands stimmten ihrer Nominierung am Samstag im Waiblinger Bürgerzentrum zu.
Lorek: Lohn für tolle Arbeit
Der Kreisvorsitzende, Staatssekretär Siegfried Lorek, sprach von einem „starken Ergebnis“ und wertete dieses als „Lohn für ihre tolle Arbeit vor Ort“. Der Kreisverband gehe nun „geschlossen in die anstehende Bundestagswahl“ – mit dem klaren Ziel, das Direktmandat zu verteidigen und dazu beizutragen, die Ampelkoalition abzulösen.
Die jetzt demonstrierte Einigkeit hatte im Vorfeld der Nominierung indes Risse bekommen. Denn eine Nachwuchskraft hatte – vermutlich am Kreisvorstand vorbei –den Finger gestreckt und ihre Kandidatur über eine eigene Pressemitteilung lanciert. Die 27-jährige Juristin Ann-Cathrin Simon, in hiesigen Unionskreisen durchaus als Polittalent anerkannt, kündigte überraschend an, Stumpp in der Nominierungsversammlung Paroli bieten zu wollen. Simons Begründung: „Ich möchte Verantwortung übernehmen und meinen Teil dazu beitragen, dass die CDU für die Menschen in unserer Heimat da ist, als vertrauensvoller Ansprechpartner, mit Authentizität und Herzblut.“
Geschlossenheit wieder hergestellt
Das Duell wurde schließlich abgesagt. Simon zog die Palastrevolution mit der Begründung zurück, dass sie zwar den Wettbewerb gesucht, aber nicht etwa gegen die Person Stumpp habe agieren wollen. Möglicherweise wurde der Nachwuchskraft dafür eine andere Entwicklungsmöglichkeit in Aussicht gestellt. Der Kreis-CDU-Chef Siegfried Lorek indes atmete auf und machte noch einmal deutlich, was für ihn wesentlicher Teil eines Erfolgsrezepts ist: „Die CDU ist bärenstark, weil wir geschlossen sind.“ Das ist nun zumindest pro forma hergestellt.