Bundestagswahl im Rems-Murr-Kreis Die drei Zweitmandate

Drei Abgeordnete im Rems-Murr-Kreis sind indirekt gewählt worden. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel 4 Bilder
Drei Abgeordnete im Rems-Murr-Kreis sind indirekt gewählt worden. Foto: Gottfried Stoppel/Gottfried Stoppel

Als stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen war Ricarda Lang im Bundestagswahlkreis Backnang/Schwäbisch Gmünd auf Platz zehn der Landesliste abgesichert – bei anderen war es enger.

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Rems-Murr-Kreis - Wer in seinem Wahlkreis das Direktmandat nicht erobert, der ist – so er oder sie in den Bundestag einziehen will – auf einen ausreichend weit vorne liegenden Platz auf der Landesliste der jeweiligen Partei angewiesen. Über diese sendet jeder Landesverband so viele Abgeordnete ins Bundesparlament, wie dies seinem parteiinternen Anteil an den insgesamt prozentual zustehenden Mandaten entspricht.

Schwarz, Rot und Gelb schaffen Zweitmandate

Im Rems-Murr-Kreis fallen solche Zweitmandate an drei Bewerber von Grünen, FDP und AfD. Im Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd ist allerdings nicht mehr die lange Jahre mit Christian Lange präsente SPD in Berlin vertreten, sondern nunmehr die Grünen mit Ricarda Lang. Im Wahlkreis Waiblingen, der in der Vergangenheit oft Schwarz, Rot und Gelb im Bundestag vertreten war, fliegen Stephan Seiter von den Liberalen und Jürgen Braun (AfD) als Inhaber eines Zweitmandats mit nach Berlin.

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Ein sehr gutes Ergebnis hat für die Remstalliberalen dabei der FDP-Kandidat Stephan Seiter eingefahren. In Kernen hat der Fellbacher Volkswirtschaftsprofessor beispielsweise 18,7 Prozent der Erststimmen erhalten – und in mehreren Kommunen des Wahlkreises hat die FDP sogar wie einst wieder an der 20-Prozent-Marke gekratzt.

Zweimal Platz zehn auf den Landeslisten

Im Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd zieht die Grünen-Kandidatin Ricarda Lang mit in den Bundestag ein. Die Grünen hätten nicht das geschafft, was vielleicht möglich gewesen wäre, räumt sie ein. Und auch ihr persönliches Erststimmenergebnis von 11,5 Prozent hält die stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen für „ausbaufähig“. Aber immerhin stellt der Wahlkreis nun die erste Grünen-Bundestagsabgeordnete. Ihr Kommentar: „Ich kann es gar nicht fassen.“ Platz zehn auf der Landesliste hat für sie den Weg nach Berlin bereitet.

Als Zehnter der Landesliste hat auch der AfD-Kandidat Jürgen Braun – gerade so – den Wiedereinzug in den Bundestag geschafft. Bei den Erststimmen kam Braun auf 8,7 Prozent – damit liegt der Kreisvorsitzende seiner Partei zwei Prozent unter dem Ergebnis von vor vier Jahren.




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