Bundestagswahl im Rems-Murr-Kreis Diesen Kandidaten ist der Sieg fast sicher

Von  

In wenigen Tagen ist Bundestagswahl. Im Rems-Murr-Kreis hält sich die Spannung allerdings eher in Grenzen: Einigen Kandidaten ist der Sitz in Berlin so gut wie sicher.

Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Foto: Gottfried Stoppel/Archiv
Am kommenden Sonntag ist Bundestagswahl. Foto: Gottfried Stoppel/Archiv

Waiblingen/Backnang - Drei Abgeordnete aus dem Rems-Murr-Kreis sind zurzeit im Berliner Parlament vertreten. Daran, dass die CDU-Kandidaten Joachim Pfeiffer (Waiblingen) und Norbert Barthle (Backnang/Schwäbisch Gmünd) wieder die Direktmandate holen werden, zweifelt wohl niemand, beide Wahlkreise gelten seit jeher als tief schwarz. Beide sind allerdings nicht über einen aussichtsreichen Platz auf der Landesliste ihrer Partei abgesichert.

Lange über Landesliste abgesichert

Das hingegen gilt für den Backnanger Kandidaten der SPD. Es müssten schon eine Menge Zweitstimmen wegbrechen, wenn Christian Lange über diesen Weg nicht seine fünfte Amtszeit als MdB antreten könnte. Der parlamentarische Staatssekretär im Justizministerium rangiert auf der Baden-Württemberg-Liste der Genossen auf Platz zwei direkt hinter der Landesvorsitzenden Leni Breymeier.

Gute Chancen, das Rems-Murr-Trio in Berlin ergänzen zu dürfen, hat im Wahlkreis Waiblingen Jürgen Braun von der AfD. Seine Partei hat den selbstständigen Kommunikationsberater aus Kirchberg an der Murr auf Platz sechs der Landesliste gesetzt. Nicht ganz chancenlos ist auch Alexander Relea-Linder. Bei einem sehr guten Zweitstimmenergebnis der Linken könnte der 24-jährige in den Bundestag via Landesliste einziehen. Dort rangiert der Student der Sozialwissenschaften immerhin auf Platz acht.

Für die restlichen Kandidaten gilt wohl eher das olympische Motto. Kein weiterer Bewerber der „etablierten“ Parteien startet aus einer auch nur annähernd aussichtsreichen Position. Entsprechend ruhig – oder auch langweilig – ist bisher auch der Wahlkampf an Rems und Murr verlaufen. Lokale Themen haben dabei kaum eine Rolle gespielt. Lediglich Joachim Pfeiffer ist im Fellbacher Raum mit seinem klaren Bekenntnis zu einem Nord-Ost-Ring angeeckt. Pfeiffer dazu: „Auch wenn es unbequem wird, muss man zu seiner Meinung stehen.“ Sein Parteifreund Barthle, als Staatssekretär im Verkehrsministerium in dieser Angelegenheit durchaus an mitentscheidender Stelle, hatte da wohl das Glück, dass sein Wahlkreis das in diesem Thema mehr als kritische Gebiet rund um das Schmidener Feld weniger tangiert.

CDU-Minister kommen nach Weinstadt und Fellbach

Auf der Zielgeraden des Wahlkampfs versuchen die CDU-Bewerber jetzt noch einmal mit ministerialer Unterstützung zu punkten: Am Dienstag kommt Verkehrsminister Alexander Dobrindt nach Weinstadt – um 13.30 Uhr bei der Firma Leonard Weiss Bauunternehmung – am Mittwoch Kanzleramtsminister Peter Altmaier um 18 Uhr nach Fellbach ins Goldbergwerk, der tags zuvor auch Norbert Barthle in Schwäbisch Gmünd zur Seite steht: 17.30 Uhr, Johannisplatz.

Vergangene Woche hatte die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen die christdemokratischen Wähler in Remshalden eingeschworen. Die SPD hat ihr vergleichsweise bescheidenes Promipulver bereits vor drei Wochen verschossen. Ende August war der Bundesjustizminister Heiko Maas in Winnenden zu Gast.

Alles zur Wahl im Rems-Murr-Kreis und Portraits der Kandidaten der laut Umfragen aussichtsreichsten Parteien findet man hier.




Veranstaltungen