Bundestagswahl in Stuttgart Briefwähler können ihr Kreuzchen machen

Von Thomas Braun 

Beide Stuttgarter Direktmandate im Deutschen Bundestag werden von der CDU gehalten. Die Konkurrenz will das naturgemäß bei der Wahl am 22. September ändern. Ein Porträt der beiden Stuttgarter Wahlkreise.

Der Wahlkampf kommt langsam in Schwung. Foto: dpa
Der Wahlkampf kommt langsam in Schwung. Foto: dpa

Stuttgart - So langsam kommt der Bundestagswahlkampf auch in der Landeshauptstadt in Schwung. Seit wenigen Tagen stehen und hängen die Plakate der Kandidaten an den Straßenrändern und Laternenmasten – verziert mit mehr oder weniger originellen Wahlkampfslogans. Die ersten der wahlberechtigten Einwohner Stuttgarts können demnächst bereits ihr Kreuzchen machen.

Wer zum Beispiel einen längeren Urlaub plant und deswegen Briefwahl beantragt hat, wird den Wahlzettel in den nächsten Tagen im Briefkasten finden. Seit Montag verschickt das Statistische Amt der Stadt die entsprechenden Dokumente. In Stuttgart gibt es zwei Bundestagswahlkreise: Der Wahlkreis I umfasst die Bezirke Mitte, Nord, Süd, West, Birkach, Degerloch, Hedelfingen, Möhringen, Plieningen, Sillenbuch und Vaihingen. Zum Wahlkreis II gehören die Be­zirke Ost, Bad Cannstatt, Botnang, Feuerbach, Mühlhausen, Münster, Obertürkheim, Stammheim, Untertürkheim, Wangen, Weilimdorf und Zuffenhausen.

26 Kandidaten für Stuttgart

Im Wahlkreis I treten insgesamt 14 Kandidaten an, darunter drei partei­unabhängige Einzelbewerber. Im Wahlkreis II wetteifern zwölf Kandidaten inklusive eines Einzelbewerbers um die Wählergunst.

Die Reihenfolge der auf dem Stimmzettel aufgeführten Bewerber richtet sich nach dem Zweitstimmenergebnis, das ihre jeweilige Partei bei der Bundestagswahl 2009 in Baden-Württemberg erzielt hat. Bewerber von Parteien, die erstmals zur Wahl antreten oder vor vier Jahren nicht kandidiert haben, sowie die Einzelbewerber werden im Anschluss in alphabetischer Reihenfolge aufgeführt.

2009 hatte die CDU in Stuttgart beide Direktmandate gewonnen. Im Wahlkreis Stuttgart I behielt Stefan Kaufmann knapp die Oberhand über seinem Hauptkontrahenten Cem Özdemir (Grüne), der nicht durch eine gute Platzierung auf der Landesliste seiner Partei abgesichert war und kein Bundestagsmandat errang. Im Wahlkreis Stuttgart II gelang es Karin Maag (CDU), der Sozialdemokratin Ute Kumpf das Direktmandat abzujagen. Kumpf wurde über die Landesliste aber ebenso ins Parlament entsandt wie ihre Parteifreundin Ute Vogt, Biggi Bender (Grüne) und Ulrich Maurer (Die Linke). Insgesamt ist die Landeshauptstadt in Berlin seither also mit sechs Abgeordneten vertreten.




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