Stuttgart - Muss der Kreisverband der Stuttgarter CDU einen neuen Kandidaten für den Bundestagswahlkreis Stuttgart II zu finden? Die Bundestagsabgeordnete Karin Maag, die von ihrer Partei erneut zur Bundestagswahl für den Wahlkreis nominiert worden war, steht möglicherweise kurz vor einem Wechsel als sogenanntes „Unparteiisches Mitglied“ zum Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA).
Der GBA ist das höchste Gremium der Selbstverwaltung im Gesundheitswesen. Er entscheidet unter anderem über die Aufnahme von medizinischen Leistungen in den Katalog der gesetzlichen Krankenkassen. Er besteht aus Vertretern der Kostenträger, also den gesetzlichen Kassen, und der Leistungserbringer und drei unabhängigen Personen.
Maag: „Freue mich, dass mein Name genannt wird“
Karin Maag gilt als wahrscheinliche Nachfolgerin der ausscheidenden Professorin Elisabeth Pott. Das Vorschlagsrecht für diese Position haben die Leistungserbringer, also die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die Krankenhausgesellschaft. Maag bestätigte unserer Zeitung, dass diese auf sie zugekommen seien. „Ich freue mich, dass mein Name genannt wird, noch aber ist keine endgültige Entscheidung gefallen“, sagte die Abgeordnete.
Sollte die Entscheidung für sie fallen, gilt es als sicher, dass Maag die Position auch antreten wird. Nach der Einigung des gemeinsamen Bundesausschusses läge das letzte Wort beim Bundesgesundheitsministerium und dem Gesundheitsausschuss des Bundestages.
Für die Unionsfraktion wäre der Wechsel ein Verlust. Die 58-jährige ist gesundheitspolitische Sprecherin ihrer Fraktion. Sie ist seit dem Jahre 2009 Mitglied des Bundestags und gewann in ihrem Wahlkreis stets das Direktmandat.