Bundestagswahlkampf Neue Formen der Familie als Aufgabenfeld

Von  

Denn auch das ist ein ureigenes Thema der Anwältin, die sich vor ihrem Eintauchen in die Politik unter anderem auf Familienrecht konzentriert hat. Dass sie dabei auf Mediation zwischen den Beteiligten setzt, ist selbstverständlich. Mit ihrem Mann Siegfried Rapp hat sie 2001 eine Praxis für Mediation gegründet, die meist dann zum Einsatz kommt, wenn sich ehemalige Partner nicht einigen können und dieser Konflikt über den dann – oft verweigerten – Zugang zu den Kindern ausgetragen wird.

Viele Anfragen erreichen die Bundestagsabgeordnete deshalb auch zu diesem Großkomplex. Selbst wenn sie im Einzelfall nicht eingreifen kann, helfen viele Kontakte in der Arbeitsgruppe Neue Familie, den Ist-Zustand des Familienrechtes immer wieder zu überprüfen. Steter Tropfen höhlt den Stein. Auch beim sogenannten Whistleblower-Schutz. Der Gesetzesvorschlag der Grünen fand keine Mehrheit. Nun heiße es dranbleiben und durchhalten.

Entscheidend ist, ob der Listenplatz 19 reicht

Vor allem aber geht es für Ingrid Hönlinger am 22. September darum, dass ihr 19. Platz auf der Landesliste auch reicht, um wieder den Sprung ins Parlament zu schaffen – in eine rot-grüne Regierungskoalition, wie sie demonstrativ zuversichtlich sagt. Aber weder über Niederlage noch über ein verpasstes Bundestagsmandat mag die positiv denkende Ingrid Hönlinger reden. Auch bei ihrer bunten Halskette schaut immer die grüne Kugel nach vorne.