Zwischen Burgstall und Kirchberg wird die Straße komplett erneuert. Die Sperrung trifft Pendler hart – sie dauert bis in den Herbst.

Rems-Murr : Frank Rodenhausen (fro)

Mit schwerem Gerät rücken die Baukolonnen an, Asphalt wird aufgerissen, die Strecke verschwindet Stück für Stück unter Baggern und Walzen: Die Landesstraße 1114 zwischen Burgstall und Kirchberg an der Murr steht vor einer grundlegenden Erneuerung.

 

Wie das Regierungspräsidium Stuttgart mitteilt, beginnt die Sanierung am kommenden Montag, 13. April, und wird voraussichtlich bis September dauern.

Tiefgreifende Sanierung: Straße wird komplett neu aufgebaut

Der Eingriff ist tiefgreifend. Die Fahrbahn gilt als stark beschädigt, der Belag hat über Jahre gelitten. Risse, Unebenheiten, strukturelle Schwächen – ein Flickwerk reicht hier längst nicht mehr. Stattdessen wird die Straße vollständig neu aufgebaut. Auch die Trasse selbst wird laut Angaben der Behörde leicht verändert: In einer Kurve hinter Burgstall werde die Linienführung angepasst, um den Verkehr flüssiger und sicherer zu machen.

Für die Region bedeutet das vor allem eines: Einschränkungen. Die Strecke wird über Monate hinweg komplett gesperrt. Autofahrerinnen und Autofahrer müssen auf umliegende Kreisstraßen ausweichen, der Verkehr wird über Birkhau und Affalterbach umgeleitet. Für Pendler verlängern sich Wege, für Anwohner steigt die Belastung auf den Ausweichrouten.

Eine „dauerhafte und widerstandsfähige Fahrbahn“ entsteht

Doch die Maßnahme verfolgt ein klares Ziel. „Eine dauerhafte und widerstandsfähige Fahrbahn“ soll entstehen, heißt es vonseiten des RP. Es geht um mehr als neue Asphaltdecken – es geht um Verkehrssicherheit, um Infrastruktur, die den Anforderungen der nächsten Jahre standhält. Auch der öffentliche Nahverkehr wird berücksichtigt: Die Bushaltestelle „Auf den Rüdern“ wird barrierefrei umgebaut.

Rund 1,8 Millionen Euro investiert das Land Baden-Württemberg in das Projekt. Eine Summe, die zeigt, wie ernst die Lage ist – und wie hoch der Aufwand, sie zu beheben. Die Sanierung ist zudem kein Neuanfang, sondern die Fortsetzung eines bereits 2011 begonnenen Ausbaus. Damals wurde ein erster Abschnitt der Strecke modernisiert, nun folgt der zweite.