Burschentag in Stuttgart Burschenschaften wählen einen „Rechten“ ab
Fliegende Eier, Untertürkheim in Aufruhr und ein Kompromiss im Sängersaal: das ist die Bilanz des Burschenschaftstages.
Stuttgart - Einen Tag früher als geplant endete am Samstag das Sondertreffen der Deutschen Burschenschaft (DB), ein Dachverband von 115 Burschenschaften, in der Untertürkheimer Sängerhalle. Liberale und Konservative einigten sich auf eine Kompromisslinie. „Eine Spaltung der Deutschen Burschenschaft ist erst einmal vom Tisch“, sagte der Pressereferent Walter Tributsch, der der Wiener Teutonia und damit dem ultrakonservativen Lager angehört. Man habe mit „viel Herzblut“ aber in „sehr harmonischer Atmosphäre“ diskutiert, sagte Tributsch. Ein gemeinsamer Antrag der Burschenschaften Ghibellinia Stuttgart und Rheinfranken zu Marburg habe eine überwältigende Zustimmung erhalten: Es sei künftig unvereinbar, gleichzeitig Mitglied einer Burschenschaft und einer Organisation zu sein, die nationalsozialistische Ziele verfolge.

