Busfahrer des Jahres in Stuttgart Souverän hinter dem Lenker

Von Hannah Waltersberger 

Seit 22 Jahren fährt Darko Mijatovic SSB-Busse durch die Stuttgarter Innenstadt. Am Mittwoch gewann er die Auszeichnung zum „Busfahrer des Jahres“.

Darko Mijatovic ist seit 1998 als Busfahrer in Stuttgart unterwegs. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko
Darko Mijatovic ist seit 1998 als Busfahrer in Stuttgart unterwegs. Foto: Lichtgut/Max Kovalenko

Stuttgart - Am Mittwoch hat der VVS den 48-jährigen Darko Mijatovic zum Busfahrer des Jahres gekürt. Der gebürtige Stuttgarter sitzt bereits seit 1998 für die Verkehrsbetriebe hinter dem Steuer. „In den letzten Jahren gab es viele Veränderungen – aber Darko Mijatovic strahlte dabei immer Ruhe und Souveränität aus”, sagte Sieglinde Hahn, Fachbereichsleiterin der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) während der Preisverleihung auf dem Busbetriebshof.

Die Wahl sei auf Mijatovic gefallen, da er immer wieder durch seine ruhige und freundliche Art aufgefallen sei – auch im Umgang mit schwierigen Fahrgästen, so Sieglinde Hahn. Seine Ausstrahlung wirke aber auch nach innen: Als Fahrerbetreuer unterstützt und berät Darko Mijatovic Kollegen im Dienst.

Qualifizierte Busfahrer sind Mangelware

„Ich muss als Busfahrer jederzeit zu hundert Prozent wachsam sein“, sagte Mijatovic. Gerade am Anfang habe er dabei von seiner Erfahrung als Lkw-Fahrer profitiert – schnell lenkte er auch die SSB-Busse sicher durch Stuttgarts Straßen. Heute ist er hauptsächlich auf den Innenstadtlinien unterwegs.

Der Beruf des Busfahrers werde oft unterschätzt, erklärte Horst Stammler, Geschäftsführer des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS). Außerdem seien qualifizierte Busfahrer wie Mijatovic inzwischen Mangelware – einer der Gründe warum der VVS vor 17 Jahren den Wettbewerb „Busfahrer des Jahres“ ins Leben gerufen habe. Die Ehrung eines einzelnen Fahrers stehe dabei aber auch immer stellvertretend für alle Kollegen. „Der Dank gilt allen, die während der Corona-Krise den öffentlichen Nahverkehr am Laufen gehalten haben“, so Stammler.

Da in den vergangenen Monaten deutlich weniger Fahrgäste mit den Bussen unterwegs waren, wählte dieses Mal eine interne Jury den Busfahrer des Jahres. Sonst konnten die Fahrgäste selbst über ausgehängte Zettel und online ihren Lieblingsbusfahrer bestimmen.




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