Bushaltestelle in Stuttgart-Birkach Umbenennung lässt noch auf sich warten

Von Katrin Maier-Sohn 

Die Rufe aus Stuttgart-Birkach wurden erhört: Nach den Bürgerprotesten hatten die SSB zugestimmt, den Begriff Pallotti wieder in den Namen der Bushaltestelle Lerchenwiesen aufzunehmen. Doch passiert ist bisher nichts. Was ist da los?

So oft wie diese Haltestelle hat es wohl kaum eine in die Schlagzeilen geschafft: Bald soll sie erneut einen neuen Namen bekommen: Lerchenwiesen (Pallotti). Foto: Judith Sägesser
So oft wie diese Haltestelle hat es wohl kaum eine in die Schlagzeilen geschafft: Bald soll sie erneut einen neuen Namen bekommen: Lerchenwiesen (Pallotti). Foto: Judith Sägesser

Birkach - Von Pallottikirche zu Lerchenwiesen und schließlich zu einer Kombination beider Begriffe: Lerchenwiesen (Pallotti). Eine der Bushaltestellen in Birkach hat bald eine lange Namenshistorie vorzuweisen. Doch bisher hat sich trotz der Zusage in Sachen Umbenennung zu dem neuen Namen noch nichts getan.

Nachdem die Haltestelle an der Aulendorfer Straße im Dezember 2017 von Palottikirche in Lerchenwiesen umbenannt worden war, waren kritische Stimmen aus der Bevölkerung laut geworden. Da dies zeitlich mit dem Abbruch der Pallottikirche einherging, fühlten sich viele Birkacher von der Entscheidung der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) überrollt. Bezirks- und Stadträte hatten das Thema aufgegriffen, der Bürgerverein hatte sich schriftlich an den Oberbürgermeister und den Sprecher des SSB-Vorstands gewandt. Im September 2018 kam daraufhin die Reaktion der SSB: Die Haltestellenschilder sollen den Namenszusatz Pallotti wieder erhalten und auch die Durchsagen in den Bussen sollen angepasst werden.

Baustelle verzögert den neuen Namen

Doch bis heute sind weder das Schild noch die Durchsagen geändert worden. Schuld daran sind, laut SSB, Bauarbeiten unmittelbar im Bereich der Haltestelle für das neue Pallotti-Areal. „Die Haltestelle Lerchenwiesen muss momentan einer Baustelle weichen und wurde Richtung Ruhbank und Obertürkheim um etwa 100 Meter verlegt“, sagt die Sprecherin Birte Schaper. „Erst wenn die Haltestelle wieder an ihrem alten Platz ist, werden wir das Schild und die Durchsage anpassen.“

Auf dem Gelände der abgerissenen Pallottikirche wird derzeit ein Wohnquartier gebaut. 61 Eigentumswohnungen, 14 Mietwohnungen, eine Kita sowie das sogenannte Pallotti-Haus sollen entstehen. Laut Siedlungswerk sollen diesen Sommer die Bauarbeiten an der Außenanlage des Areals im Sommer beginnen. Dann wird unter anderem die Einfahrt zur Tiefgarage gebaut. Wenn alles glatt läuft, könnte die Bushaltestelle Ende 2020 oder Anfang 2021 wieder zurückverlegt werden.

Matthias Lutz vom Bürger- und Kulturverein Birkach zeigt sich trotz der Verzögerung mild: „Wichtig ist, dass die Bürger ein kleines Erinnerungsstück an ihre alte Pallottikirche erhalten. Der genaue Zeitpunkt für die Namensänderung der Haltestelle ist erst einmal egal. Hauptsache die Änderung kommt.“

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