BVB ist Deutscher Meister Auf Wolke sieben zu Titel acht

Ganz Dortmund scheint  auf den Beinen zu sein, um den Titel zu feiern. Foto: dpa
Ganz Dortmund scheint auf den Beinen zu sein, um den Titel zu feiern. Foto: dpa

Partystimmung im Ruhrgebiet: In Dortmund wird die vorzeitige Meisterschaft groß gefeiert - und sogar höher eingeschätzt als der letztjährige Erfolg.

WhatsApp E-Mail LinkedIn Flipboard Pocket Drucken

Dortmund - Wenige Tage vor der Meistersause hat Norbert Dickel den eindrucksvollen Nachweis erbracht, wie segensreich es war, dass er sich einst für eine Karriere als Profifußballer entschieden hat, und nicht für die eines Schlagersängers. „Borussia schenk uns die Schale, schenk uns die Schale im Mai“, trällert die BVB-Ikone auf die Melodie des Gassenhauers „Schatzi schenk mir ein Foto“. Das ist nicht nur gewöhnungsbedürftig, sondern geht auch inhaltlich an der Realität knapp vorbei. Der BVB hat seinen vielen Fans die Meisterschaft nämlich bereits im April serviert. Zwei Spieltage vor dem Saisonende ist die Borussia nicht mehr von Platz eins zu verdrängen.

Zum Glück gibt es in der Reviermetropole ja noch andere Lieder, auf die sich trefflich schunkeln lässt. Um 20.20 Uhr versank das mit 80  720 Zuschauern gefüllte Stadion in einem schwarz-gelben Freudentaumel. Es war ein Bild, das hierzulande seinesgleichen sucht. Die Spieler, Trainer Jürgen Klopp und der famose Dortmunder Anhang bilden eine einzigartige Symbiose. Später, als die vielen überdimensionalen Pilsgläser ausgetrunken und die Spuren der Bierduschen abgewaschen waren, zog die Mannschaft weiter zu ihrem Lieblings-Italiener „Piazza Navone“ und ließ es richtig krachen. Seinen Status als Feierweltmeister hatte schon in den Katakomben Kevin Großkreutz bestätigt, der im Minutentakt frische Getränke in die Kabine schleppte. Er werde nun erst einmal versacken, teilte der Mittelfeldrenner mit, „bis Mittwoch sieht mich hier keiner mehr“.

Eine lange und unvergessliche Party

Nicht nur dort, wo sich die Spieler des alten und neuen Meisters aufhielten, sondern auch in praktisch allen Kneipen und auf den Straßen Dortmunds wurde eine lange und unvergessliche Party zelebriert. Schließlich galt es, den achten Meistertitel der Vereinsgeschichte zu feiern.

Der Revierklub hat Geschichte geschrieben und sich hinter Bayern München (22 Meistertitel) und dem 1. FC Nürnberg (9) auf den dritten Platz in der Liste der erfolgreichsten deutschen Vereine vorgearbeitet. Seit dem Bundesligastart 1963 holte die Borussia nun zum fünften Mal den Titel. Wohl niemand in Fußballdeutschland wird daran zweifeln, dass den Dortmundern dieser Triumph zusteht.




Unsere Empfehlung für Sie