BVG, Ebay, BER und Co. Diese Aprilscherze kursieren im Netz

Von red/AFP/loj 

Zum 1. April nehmen die Menschen einander mit mehr oder weniger gelungen Scherzen gegenseitig auf den Arm. Auch Unternehmen leisten sich solche Aktionen. Wir haben einige der besten Aprilscherze dieses Jahres gesammelt.

Wer hätte nicht gerne auf Busreisen eine kleine Katze zum Kraulen? Foto: Facebook/@DeinBus
Wer hätte nicht gerne auf Busreisen eine kleine Katze zum Kraulen? Foto: Facebook/@DeinBus

Berlin - Auch in Zeiten von „Fake News“ machen eine Reihe Aprilscherze die Runde. Der 1. April bot Gutgläubigen auch dieses Jahr ein Sammelsurium an Geschichten, die zu schön waren, um wahr zu sein.

Katzenbabys zum Kuscheln im Fernbus: Drahtlos-Internet und Steckdosen an Bord von Fernbussen sind ein alter Hut. Der Anbieter DeinBus.de wirbt zum 1. April mit süßen Katzenbabys, die während der Fahrt „für Wohlfühlatmosphäre an Bord“ sorgen sollen. Die Tierchen seien „speziell ausgewählt und geschult“ und stünden „zum Schmusen, Streicheln und Kuscheln“ kostenfrei zur Verfügung. Die Reisezeit vergehe mit ihnen wie im Fluge. DeinBus.de versichert aber auch, sich an „Schnurr- und Ruhezeiten“ zu halten. Zum Wohle der Stubentiger seien die Busse mit Katzentoiletten und Kratzbäumen ausgestattet worden.

Ebay vermietet Verkaufsräume auf Flughafen BER: Wann der skandalgeplagte Berliner Flughafen BER eröffnet, steht in den Sternen - Zeit für ein „Zwischennutzungskonzept“ von Ebay. Über die Plattform könnten Verkäufer ab dem 1. April Räumlichkeiten dort anmieten, teilte das Unternehmen mit. Die Verkaufsflächen der Economy-Klasse befänden sich auf dem Rollfeld - für diese würden Sonnencreme und Regenschirme bereitgestellt sowie Teppich ausgelegt. First-Class-Verkäufer könnten ihre Produkte im Terminal und auf dem Gepäckband präsentieren. Für alle Verkäufer gebe es gratis Feuerlöscher und Helme, versprach Ebay in Anspielung auf die Probleme beim Brandschutz.

Alternative Fakten bei den Berliner Verkehrsbetrieben: Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG), die für ihren sprühenden Humor und ihre erfolgreichen Kampagnen in den sozialen Medien bekannt sind, haben angekündigt, auf den elektronischen Displays ihrer Busse und Bahnen künftigt so genannte „Alternative Fakten“ zu präsentieren. Auf dem dazugehörigen Foto stehen folgende Schlagzelen: Erfolgsprojekt BER: Flughafen vorzeitig eröffnet; Frank Zander gesteht: Bier schmeckt mir nicht und: Lächeln ist Programm: BVG gewinnt Servicepreis.

Wurstwasser von Alnatura: Die Bio-Supermarkt-Kette Alnatura, die in ihrem Sortiment auch zahlreiche Produkte ihrer Eigenmarke hat, wirbt mit einem neuen Wurstwasser im Tetrapack, bei dem es sich um die Flüssigkeit handelt, die sich in Wurstgläsern befindet. Das Wurstwasser sei vielfältig zu verwenden, als Inspiration gibt Alnatura seinen Kunden ein Rezept für „Wurstwasser Sour“ mit.

Produkte für Mädchen und Jungen erkennen: Das Deutsche Kinderhilfswerk verspricht in seinem Aprilscherz Hilfe für besorgte Eltern beim Spielzeugkauf. Mit einer App könnten sie über den Strichcode „problemlos erkennen, ob ein Produkt aus pädagogischer und entwicklungspsychologischer Sicht besser für Mädchen oder Jungen geeignet ist“. Darüber hinaus soll eine Signalmelodie weiterhelfen: Bei Jungen-Produkten ertöne das Lied „Männer“ von Herbert Grönemeyer, bei Mädchen-Kram „Girls Just Want to Have Fun“ von Cyndi Lauper. Bei Unisex-Produkten werde „Heute so, morgen so“ von Roberto Blanco abgespielt.

Fallschirmsprünge auf innerdeutschen Flügen: Unterwegs aussteigen soll auch auf Kurzstreckenflügen kein Problem mehr sein. Die Pilotenvereinigung Cockpit wirbt zum 1. April für ein angeblich von Gewerkschaft, Bundesregierung und Fluggesellschaften erdachtes Modellprojekt, bei dem auf Deutschlandflügen auch „Zwischenhaltestellen“ möglich seien - auf der Verbindung zwischen Berlin nach Frankfurt am Main beispielsweise in Bernburg, Eschwege oder Fulda. Voraussetzung sei, dass der Passagier eine „gültige Bescheinigung als privater Fallschirmspringer“ vorlege oder eine Tageslizenz erwerbe. Der Ausstieg erfolge vorerst „über ein Fenster im Cockpit“.