Calw Feuerwehr nach Starkregen im Großeinsatz

Von red/dpa/lsw 

Überflutete Straßen, vollgelaufene Keller und ein Alarm im Krankenhaus: Die Feuerwehr musste nach einem Gewitter mit Starkregen in Calw 19 Mal ausrücken.

In Calw war die Feuerwehr nach einer Gewitterfront mehrmals im Einsatz.Foto: dpa

Calw/Karlsruhe - Eine Gewitterfront über Calw hat für überflutete Straßen und volle Keller gesorgt. In zwölf Stunden regnete es dort am Donnerstag und Freitag insgesamt etwa 50 Liter pro Quadratmeter, wie ein Sprecher des Deutschen Wetterdiensts Stuttgart (DWD) am Freitag sagte. Verletzt wurde niemand. Der Schaden konnte noch nicht beziffert werden.

Feuerwehreinsatz im Calwer Krankenhaus

Der Starkregen sorgte für 19 Einsätze, wie Markus Fritsch vom Kreisfeuerwehrverband Calw mitteilte. Die Hilfskräfte mussten Keller leerpumpen und Schachtdeckel wieder einsetzen. „Auch die Kreissporthalle musste leergepumpt werden“, sagte Fritsch. Zum Teil seien auch Straßen überflutet gewesen. „Für Autofahrer gab es in der Innenstadt lange Zeit kein Durchkommen mehr“, sagte Einsatzleiter Dirk Patzelt. Im Bereich der Bundesstraße 463 auf der Höhe Wasserwerk trat der Schlittenbach über die Ufer. „Auf der Straße war Schlamm und Geröll. Sie musste mit einem Schneepflug gesäubert werden“, berichtete Fritsch.

In der Nacht zum Freitag musste die Calwer Feuerwehr erneut ausrücken: Durch einen Wassereintritt ins Calwer Kreiskrankenhaus wurde die Brandmeldeanlage ausgelöst. Der Schaden wurde durch die Einsatzkräfte repariert.

Pegelstände in Gewässern bleiben niedrig

Nach der Trockenheit der vergangenen Wochen sind die Pegelstände an vielen Gewässern im Südwesten noch immer niedrig. Von 250 beobachteten Pegeln haben 65 Prozent der Gewässer einen unterdurchschnittlich hohen Wasserstand, wie eine Sprecherin der Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg (LUBW) in Karlsruhe mitteilte. Der Untersee des Bodensees bei Radolfzell etwa habe einen um 65 Zentimeter niedrigeren Wasserstand als im September üblich. Der Rheinpegel bei Karlsruhe sei mit aktuell 378 Zentimetern zwar niedrig, aber noch weit entfernt vom tiefsten Pegelstand 2003. „Damals betrug er 320 Zentimeter.“

Durch den Regen von Donnerstag auf Freitag sind die Pegel laut LUBW in vielen Gewässern des Landes wieder etwas gestiegen. „Bis Samstag werden ganz vereinzelt starke Gewitter erwartet. Dadurch sind örtliche Wasseranstiege in betroffenen Bächen und kleineren Flüssen möglich“, heißt es im aktuellen Lagebericht der LUBW.