Cannes Palmen für Kirsten Dunst und Terrence Malick

Puh, was für eine Woche, so der Kommentar von Kirsten Dunst zu den Querelen um Lars von Trier und seine Hitler-Äußerungen.  Foto: AP 104 Bilder
"Puh, was für eine Woche", so der Kommentar von Kirsten Dunst zu den Querelen um Lars von Trier und seine Hitler-Äußerungen. Foto: AP

Goldene Palme für Malicks "The Tree of Life" - Kirsten Dunst beste Darstellerin in "Melancholia".

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Cannes - Es war ein ungewöhnlich starker Wettbewerb mit vielen großen Namen - und auch am Ende setzten sich beim 64. Internationalen Filmfestival vor allem alte Cannes-Bekannte durch.

Goldene Palme für "The Tree of Life"

Der US-Amerikaner Terrence Malick gewann am Sonntag bei dem wichtigsten Filmfest der Welt die Goldene Palme für sein episches Familiendrama "The Tree of Life". Und die belgischen Brüder Jean-Pierre und Luc Dardenne konnten sich ebenso wie der Türke Nuri Bilge Ceylan über einen großen Preis der Jury freuen. Sie alle hatten in Cannes für frühere Werke bereits Auszeichnungen gewonnen.

Familiendrama mit Brad Pitt und Sean Penn

Das philosophische und spirituelle Werk "The Tree of Life" ist eher schwer zugängliches, aber bildgewaltiges Kino. In rund zweieinhalb Stunden erzählt Malick, der bei den Filmfestspielen in Cannes 1979 für "In der Glut des Südens" bereits den Preis für die Beste Regie gewonnen hatte, ein Familiendrama mit den Hollywoodstars Brad Pitt und Sean Penn - und kombiniert dies mit imposanten Aufnahmen zur Schöpfung der Erde und der menschlichen Existenz. Das wurde vom Publikum in Cannes gleichermaßen gefeiert und ausgebuht, überzeugte die Jury unter Vorsitz ihres Präsidenten Robert De Niro aber doch und bescherte Malick seine erste Goldene Palme.

Der 67 Jahre alte US-Regisseur Malick gilt als das "Phantom der Filmszene", denn er ist öffentlichkeitsscheu und Bilder gibt es von ihm kaum. Konsequenterweise erschien er dann auch nicht zur Preisverleihung am Prachtboulevard Croisette der französischen Stadt.

Kirsten Dunst als beste Darstellerin ausgezeichnet

Andere Preisträger ließen sich dagegen gerne feiern. Hollywoodstar Kirsten Dunst zum Beispiel strahlte nicht nur in einem silberfarbenen Kleid, sondern auch vor Glück. Denn die 29-Jährige bekam die Auszeichnung als beste Darstellerin überreicht: für ihre Rolle als depressive, junge Frau in dem Weltuntergangs-Szenario "Melancholia" des Dänen Lars von Trier. Der Regisseur hatte mit provokanten Äußerungen zu Hitler und den Nazis für einen Eklat gesorgt und wurde daraufhin vom Festival ausgeschlossen.




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