Die Cannstatter Mundarttage feiern den Dialekt: Zwölf Mal wird auf Schwäbisch gesungen, gefeiert und gelacht – nach der Pandemie ist das Programm so bunt und reichhaltig wie eh und je. Am 16. April geht es los mit der „Schwäbischen Kirch“.

Unter dem Motto „Schwäbisch gschwäddsd, gsonga, gspield ond glacht“ geht beginnen die Cannstatter Mundarttage am Sonntag, 16. April, um 9.30 Uhr los mit einem schwäbischen Gottesdienst, den Pfarrer Manfred Mergel in der Steigkirche hält. „Schwäbisch kann man nicht oft genug hören“, sagt Sabine Essinger. Die Kabarettistin, Mitglied beim Dudelsäckle und Vize-Vorsitzende des Vereins der Schwäbischen Mundart, muss es wissen. Nicht erst, seit sie kürzlich vom Regierungspräsidium die Heimatnadel als Verdienst für ihren Einsatz für die Mundart bekommen hat. Die gebürtige Stuttgarterin bereichert das Programm der Cannstatter Mundarttage sowohl beim Auftakt in der Steigkirche mit Musik als auch im Gasthaus Rössle in Mühlhausen mit einem Auftritt als Berta Fleischle.

 

Auch Veranstaltungen in Hofen, Neugereut und Mühlhausen

Längst sind die Mundarttage nicht mehr nur auf Bad Cannstatt beschränkt, berichtet Peter Hinderer, der Vorsitzender des Kulturvereins s’Dudelsäckle. Er hat die Mundarttage einst gegründet und organisiert mit seinem Verein die Veranstaltungsreihe, nachdem der bisherige Organisator Kübelesmarkt ihn darum gebeten hatte. Erstmals dabei sind außerdem die Cannstatter Brücke, die Ökumenische Begegnungsstätte Steig (ÖBS) und die Begegnungsstätte im Haus St. Monika in Neugereut.

Vortrag über den Max-Eyth-See

Zwölf Veranstaltungen sind im Programm: der Neckarguide Wolfgang Zwinz aus Hofen lädt in die ökumenische Begegnungsstätte Steig zum Vortrag über die Geschichte des Max-Eyth-Sees, der von der Kiesgrube zum beliebten Naherholungsgebiet wurde. Zwinz wird auch auf die aktuellen Vorgänge am See und die viel diskutierten Pläne der Stadt eingehen. Im Biergarten Neckarblick in Hofen wird zum Abschluss der Mundarttage am 17. Juni ein Open-Air-Konzert mit „Schtraisalz“ Schwoba-Rock geboten. Auch ein Streifzug durch die Geschichte fehlt nicht: Bernhard Leibelt beleuchtet Stuttgart als wichtiges Zentrum der Schokoladenherstellung in der Cannstatter Brücke. Auch Bernd Kohlhepp ist mit „Hämmerle kommt“ angesagt, mit Stand Up-Comedy und Musik-Kabarett.

Für die nächsten Jahre: Weitere Vereine dürfen mitmachen

Da die Mundarttage wegen der Corona-Pandemie 2020 und 2021 ausfielen und im vergangenen Jahr nur mit abgespecktem Programm stattfanden, wird jetzt wieder voll durchgestartet. Hinderer hofft, dass sich auch für kommende Jahre weitere Vereine zum Mitmachen bei ihm melden. Die Mundarttage werden unterstützt vom Verein Schwäbische Mundart, der Weinerlebnistour Württemberg, dem Evangelischen Verein und der Steigkirche. Die Bezirksbeiratsgremien Bad Cannstatt und Mühlhausen fördern einzelne Veranstaltungen. „Den Druck des Flyers hat der Förderverein Schwäbischer Dialekt unterstützt“, sagt der Organisator. Flyer gibt es an den Veranstaltungsorten. Weitere Infos zum Programm unter www.dudelsaeckle.de