Cannstatter Volksfest Der Kutscher freut sich aufs Volksfest
Die Pferde dürfen jetzt doch auf den Wasen kommen. In Alfdorf hat Kutscher Peter Müller überlegt, wann er die Brauereigespanne vorfährt.
Die Pferde dürfen jetzt doch auf den Wasen kommen. In Alfdorf hat Kutscher Peter Müller überlegt, wann er die Brauereigespanne vorfährt.
Bei der Eröffnung machen sich Peter Müller und seine Pferde an diesem Freitag gleich einmal auf den Weg nach Stuttgart. Eine Eröffnung nicht an der Fruchtsäule, das geht gerade noch. Aber ohne Pferdegespann der Brauereien, das geht dann doch nicht.
Nach vielem Hin und Her, nach vielem Hü und Hott kommt das Gespann nach der zunächst erfolgten Absage nun doch auf den Cannstatter Wasen. Morgens fährt Kutscher Peter Müller mitsamt seinen Pferden im Lastwagen und Boxen aus Alfdorf nach Bad Cannstatt, schirrt dort an und kommt mit den Kutschen der Brauereien auf den Wasen. Und abends fahren sie alle wieder nach Hause in den Schwäbischen Wald. Dort können die Pferde in Ruhe übernachten.
Mit der nun gefundenen Lösung ist Müller sehr zufrieden. Wenngleich er sich wundert. „Ich hatte das schon vor längerer Zeit angeboten, als klar war, dass die Boxen im Reitstadion nicht zur Verfügung stehen würden.“ Aber damals habe man das nicht gewollt. Nun schon. Binnen eines Tages gab es einen Meinungsumschwung bei der Volksfest-Veranstalterin in.Stuttgart.
Nach dem Verwirrspiel, ob das Pferdegespann dieses Jahr dabei sein würde oder nicht – da es ihre seitherige Schlafstatt im Reitstadion nicht mehr gibt, weil dort Flüchtlinge untergebracht sind –, schaltete sich Stuttgarts OB Frank Nopper mit seinem ausnehmend großen Herz fürs Volksfest ein. Dann ging es schnell, und Müller darf doch fahren und kutschieren.
Doch er kommt nicht täglich. Von diesen Freitag bis zum Montag schauen er und seine Pferde vorbei. Dabei werden sie auch beim Umzug am Sonntag mitfahren. Und dann wieder vom 7. bis 9. Oktober. Müller würde ja gerne öfter kommen, „die Pferde würden das gut aushalten, die machen das gerne, aber die Stadt möchte das nicht“. An Tagen mit viel Andrang soll die Kutsche vor den Zelten nicht den Feierwütigen im Wege stehen.
Mittlerweile gibt es ja nur noch eine Einheitskutsche der drei Stuttgarter Brauereien. Früher fuhr von jeder Brauerei eine Kutsche durch die Stadt zum Wasen. Mittlerweile darf man froh sein, noch eine bewundern zu dürfen. Immerhin.