Unter dem Motto „Sag Hi zum Leben“ hat Denis Gugac vor sechs Jahren den Club Hi Life am Rotebühlpatz mit zwei Partnern eröffnet. Ein neuer Raum für Kunst und Party sollte entstehen – gespielt wird dort HipHop, R&B, Black Music und vieles mehr. Oft ist der Keller brechend voll – seine Fans sagen, die Location gehöre zu den besten Clubs der Stadt.
Bisher fanden After-Wasen-Partys im Hi Life statt – und Mitgründer Denis Gugac ist jetzt happy, dass er in einigen Wochen selbst beim Volksfest mitmischen kann. „Ein Traum von mir wird wahr“, sagt der Partymacher. Mit seinem Geschäftspartner Tim Berkemer, der unter anderem im Hi Life Partys veranstaltet, wird er erstmals Gastgeber auf der Empore der Almhütte Royal von Festwirtin Nina Renoldi. Der Wasen habe ihn schon immer gereizt – jetzt will er mithelfen, das Zeltpublikum mit seiner DJ-Location unter dem Namen Spitzbubenbar zu verjüngen. Und das auch unter der Woche, wenn es nicht so leicht ist, für eine volle Hütte zu sorgen.
Wer den Deal eingefädelt hat
Der Stuttgarter Gastroberater Klaus Schöning, seit 40 Jahren in der Branche als Ideengeber gefragt, hat den Deal eingefädelt, der jetzt auf der Homepage angepriesen wird: „Die Spitzbuben verkörpern eine aufregende Evolution der Feierkultur auf dem Wasen“, ist dort zu lesen. Man feiere „exklusiv, fröhlich, ausgelassen, turbulent“.
Ein Hi Life 2.0 soll nicht auf dem Wasen entstehen. Doch Gugac stellt klar: „Nicht alle Betreiber unseres Clubs sind auf dem Volksfest dabei.“ Mit dem Kollegen Berkemer bekommt er auf der Empore der Almhütte Royal eine eigene Clubzone mit etwa 200 Plätzen. Das bisherige Publikum, das zur gewohnten Musik feiern kann, soll nicht gestört werden. „Mir gefällt es, wenn sich die Generationen bei uns mischen“, sagt Wirtin Nina Renoldi. Dort, wo sich bisher die Bühnentechnik und der Kellnerausschank befanden, wird nun für die Spitzbubenbar ein eigener Bereich gebaut. Tontechniker sollen dafür sorgen, dass die verschiedenen Sounds getrennt voneinander zu hören sind.
Jeden Tag werden in der neuen Bar DJs auflegen. Gespielt werden House-Music, Schlager und Partyhits – speziell auf den Geschmack junger Menschen ausgerichtet, für ein Alter zwischen 18 und 40. Immer wieder werden Influencer erwartet. Der Name der Location wurde gewählt, weil die Macher aus dem Hi Life alle ansprechen wollen, „die spitz auf den Wasen sind“. Außer Spitzbuben sind also auch Spitzmädels gern gesehen.
Auch anderen Zelte haben spezielle Bereiche für junge Menschen
Das Logo der Bar ist ein Spitzfuchs. An Wochenende darf die Spitzbubenbar bis 1 Uhr öffnen. Die Nachtkonzession des Wasens lässt zu, dass in jedem Zelt ein kleiner Bereich weitermachen darf, wenn für die große Masse Feierabend ist. „Dies haben wir bisher nicht genutzt, doch mit den Spitzbuben freuen wir uns darauf“, sagt Wirtin Nina Renoldi. Auch in anderen Zelten gibt es Bereiche speziell für junge Menschen, etwa die Schatzi Bar bei Sonja Merz oder die Equipe Bar in der Schwabenwelt.
Ab sofort nimmt die Spitzbubenbar auf ihrer Homepage Reservierungen direkt an (also nicht über die Almhütte Royal). Die Kosten für den Mindestverzehr variieren von Tag zu Tag und beginnen bei 25 Euro. Zehnertische kosten entsprechend mehr. „Für Family & Friends“ wird es einen täglich wechselnden QR-Code auf der Webseite geben, mit dem man am Eingang die Treppen hoch zur Bar gelangt, ohne anstehen zu müssen. Dies gehe also auch ohne Reservierung.