Caro-Werk in Ludwigsburg am Ende Mitarbeiter rösten zum letzten Mal

Von Susanne Mathes 

Lauter letzte Male: Im Caro-Werk am Ludwigsburger Bahnhof ist am Freitag um die Mittagszeit die letzte Röstung beendet worden. Im Januar wird das Werk vollends abgewickelt.

Transparent an der Werkswand: Der charakteristische Röst-Duft wird diesen Mauern künftig nicht mehr entströmen. Foto: privat
Transparent an der Werkswand: Der charakteristische Röst-Duft wird diesen Mauern künftig nicht mehr entströmen. Foto: privat

Ludwigsburg - „Das Herz von Caro schlägt nicht mehr“: Mit diesem an die Werksmauern gehängten Transparent hat die Belegschaft des Nestlé-Werks am Freitag darauf aufmerksam gemacht, dass an diesem Tag kurz vor der Mittagszeit die letzte Röstung im ehemaligen Unifranck-Werk beendet wurde. „Ein Stück Ludwigsburger Industriegeschichte geht zu Ende“, hieß es auf einem Info-Plakat, das Passanten auf die Bedeutung des Tages hinwies. Zwar wird der Betrieb erst im Januar vollends abgewickelt, aber neues Röstgut wird nicht mehr verarbeitet. Viele Bürger blieben stehen und fotografierten das Transparent, um die Information auch in sozialen Medien zu teilen.

Nach langwierigen und harten Verhandlungen hat Nestlé dieser Tage einem umfangreichen Sozialplan für die Beschäftigten zugestimmt. Für die Mitarbeiter, sagt der Betriebsseelsorger Christian Gojowczyk, der die Nestlé-Belegschaft begleitet, sei das ein schwacher Trost: „Sie haben das Werk unter schwierigen Bedingungen profitabel gehalten und hätten lieber ihre Arbeitsplätze behalten.“




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