Carsharing in Gerlingen Stromautos auch bald im Strohgäu

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Das Mietwagenunternehmen Car2go weitet sein Gebiet aus. Stadt und EnBW stellen die Ladestationen.

Bürgermeister Brenner lässt sich das Laden des Autos erklären. Foto: factum/Bach
Bürgermeister Brenner lässt sich das Laden des Autos erklären. Foto: factum/Bach

Gerlingen - Eine konkrete Zahl von Nutzern strebt das Daimler-Tochterunternehmen Car2go nicht an für die Erweiterung seines Geschäftsgebiets von Stuttgart nach Gerlingen. Es sollen aber viele neue Kunden zu den 27 000 hinzukommen, die bisher die 450 Elektro-Smarts der Firma in Stuttgart mieten. In Gerlingen wurde gestern die erste von sieben Ladestationen für Stromautos eingeweiht. Mitte Dezember soll das System stehen – ausgenommen ist die Schillerhöhe.

Ein Modell für die spontane Mobilität

Im Sommer hatte der Gemeinderat beschlossen, dass die Stadt die Elektromobilität unterstützt, speziell das Angebot von Car2go. Es sei für die spontane Mobilität ausgerichtet, sagte der Bürgermeister Georg Brenner, dafür gebe es in der Stadt sicher eine Klientel. Das Unternehmen Stadtmobil hingegen setze auf die „geplante Mobilität“. Mit der Kooperation mit Car2go und der EnBW wolle die Stadt einen weiteren Beitrag zur Energiewende leisten. Für die sieben Ladestationen, an der Urbanstraße beim Rathaus, in der Hofwiesenstraße, der Vesouler Straße, der Karlsbader Straße, der Oberen Ringstraße, der Fürsaalstraße und im Zedernweg investiert die Stadt 37 500 Euro.

Für Car2go ist die Stadt Gerlingen die erste Erweiterung des Stuttgarter Geschäftsgebiets. Als weitere Städte stünden Sindelfingen, Böblingen und Esslingen an, hieß es. Im ersten Schritt soll die Stuttgarter Flotte von bisher 450 Elektro-Smarts auf 500 erweitert werden. Die Firma spricht vor allem Nutzer an, die mit ihrem Smartphone und einer Ladekarte der EnBW die Autos mieten und laden. Der Elektro-Smart hat mit vollen Akkus eine Reichweite von rund 140 Kilometern. Der Mieter kann überall hin fahren, muss das Auto aber wieder im Geschäftsgebiet für den nächsten Nutzer abstellen. Mit dem Smartphone kann man bei Bedarf ermitteln, wo das nächste freie Fahrzeug steht. Diese Strecke, so strebt Car2go an, solle nie mehr als 500 Meter oder zehn Minuten zu Fuß betragen, erklärt ein Firmensprecher – wie beim öffentlichen Nahverkehr.




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