Carsharing in Renningen und Weil der Stadt Die Carsharer teilen jetzt auch oben ohne

Von Florian Mader 

Der prosperierende Verein hat nun sogar ein Cabrio im Angebot, sagt der Vorsitzende Jochen Breutner-Menschick.

Die neueste Anschaffung des Carsharing-Vereins: ein Cabrio Foto: Carsharing Renningen
Die neueste Anschaffung des Carsharing-Vereins: ein Cabrio Foto: Carsharing Renningen

Renningen - Knapp 500 Leute teilen sich 24 Fahrzeuge – das ist das Prinzip von Carsharing, das es in Renningen mittlerweile schon seit 25 Jahren gibt. Auch in Weil der Stadt hat der Verein seit einiger Zeit Autos stehen, darunter auch Elektroautos. Warum die neueste Anschaffung ein Fiat-Cabrio ist, erklärt der Vorsitzende Jochen Breutner-Menschick.

Herr Breutner-Menschick, wie kamen Sie auf die Idee, ein Cabrio zu kaufen?
Oh, das hat unsere Frauenbeauftragte gekauft. Unsere Frauen sind selbstständig losgezogen und haben das organisiert. Ich gebe zu: Das ist ein Frauenfahrzeug.
Und die Männer im Verein waren sofort damit einverstanden?
Ja, unsere Frauen haben den Wunsch geäußert, so etwas zu haben und haben das dann gekauft. Ich fahr übrigens auch gern mit dem Fiat, der ist gar nicht schlecht.
Der Fiat ist ein Benziner. Sind Sie durch die Diesel-Diskussion vorsichtig geworden?
In diesem Fall nicht, aber wir würden uns im Moment auch keinen Diesel kaufen. Wir können ja nicht noch mehr Autos anbieten, mit denen man relativ sicher nicht nach Stuttgart reinfahren kann. Es gibt sogar schon größere Carsharer, die ihren kompletten Dieselbestand abgeschafft haben.
Sie haben seit Juli 2016 auch E-Autos. Wie werden die genutzt?
Da bin gerade dabei, die Nutzung auszuwerten. Unsere acht E-Autos werden relativ gut genutzt. Dafür, dass sie einen eher schlechten Standort haben, fahren sie sehr gut. Aber durch das Förderprogramm des Stuttgarter Regionalverbands mussten wir sie alle an den Bahnhof stellen, wegen der Umsteigemöglichkeiten. Und die Bahnhöfe liegen eher am Ortsrand, dort ist das Einzugsgebiet nur halb so groß.
Sie unterstützen aber auch das elektrische Fahren.
Wir machen alle Einweisungen und Probefahrten im Elektroauto – und haben auch schon öfter samstagmittags angeboten, eine Runde betreut zu fahren. Auch wenn es natürlich immer Leute gibt, die am liebsten immer das gleiche Auto fahren. Mit ihnen muss man sich ein bisschen Mühe geben. Aber das machen wir auch.
Wie gut ist mittlerweile die Verbreitung der Autos in Renningen?
Der Kindelberg ist schwierig, auch in Malmsheim suchen wir noch einen Stellplatz in dem Wohngebiet Richtung Merklingen. Aber ansonsten muss jeder Renninger höchstens 300 Meter laufen, um zum nächsten Carsharing-Auto zu kommen.

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